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Schlingenknoten-Ausrüstung für Sandstein

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  • Schlingenknoten-Ausrüstung für Sandstein

    Hallo,
    wir werden nächste Woche im Elbsandsteingebirge klettern gehen.
    Da man dort anscheinend zum Schutz des empfindlichen Sandsteins keinen Keile, Friends usw verwenden darf, muss ich wohl Knotenschlingen verwenden.
    Daher wollt ich erstmal wissen, was eine ausreichende Zahl an "Schlingen" (Gebundene Seilstücke, Bandschlingen?) ist, die man dabei haben sollte und welche Stärke.
    Außerdem, ob der Achterknoten in den Schlingen ausreichend ist. Affenfaust usw. ist mir zu kompliziert.
    Oder ob es eventuell sogar schon fertig montierte, "textile Keile" gibt, was mir lieber ist.
    Mit dem verlegen hab ich wohl keine Probleme, bin Keile gewohnt. Nur ist mir das mit dem "Knoten"-Klettern neu.
    Ja und dann... Brauch ich so nen Riss-Spatel hab ich gelesen. Was brauch ich für Sandstein noch, was man nicht sonst schon hat?
    Greets

  • #2
    Bei Bergzeit gibt es eine kleine Ausrüstungsliste:

    https://www.bergzeit.de/magazin/klet...schweiz/#toc_9

    Ich war 2018 zu früh im Jahr da, da war alles noch nass. Aber landschaftlich ist es genial.

    Viele Liebe Grüße von climby
    Meine Nachbarn hören Metal, ob sie wollen oder nicht

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    • #3
      Danke, das war ein interessanter Artikel.
      Rissspatel sind wohl nicht sehr verbreitet. Google hat nix passendes zum erwerben und selbst der aus dem Artikel hat sich einen aus ner Rückenbürste selber gebaut.
      Naja. Wichtiger sind wohl die Schlingen.
      Leider findet man auch hierzu nix gescheites.
      Wenn ich die im Artikel empfohlenen Seile und Schlingen benutze (hab alles schon da), dann weiß ich noch immer nicht, welche Schlingenlänge, welcher Knoten zum abbinden (Achter in tropfenform?) und welchen Klemmknoten (auch Achter?).
      Wie würdest du das denn machen?
      Ist halt neu, mich an gebundene Knoten zu hängen...
      Bisher bin ich bein alpinen Klettern mit fertig vernähten Bandschlingen, Achterknoten und Mastwurf ganz gut gefahren :p

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      • #4
        Zitat von Climbin Beitrag anzeigen
        Rissspatel sind wohl nicht sehr verbreitet. Google hat nix passendes zum erwerben und selbst der aus dem Artikel hat sich einen aus ner Rückenbürste selber gebaut.
        Naja, vom Anwendungszweck her reden wir ja von persönlicher Sicherheitsausrüstung... bin gespannt wann der erste Spatel oder die erste Affenfaust ein CE-Zeichen bekommt

        Da der Begriff hier noch nicht gefallen ist, weise ich mal auf die textilen Klemmkeile hin, die es seit einiger Zeit gibt und die auch im Elbsandstein gelegt werden dürfen: UFOs.

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        • #5
          Zitat von Climbin Beitrag anzeigen
          .....Außerdem, ob der Achterknoten in den Schlingen ausreichend ist. Affenfaust usw. ist mir zu kompliziert.
          Wenn Du an einem placement, wo eine Affenfaust reinpasst, ein Achter aber nicht, ohne zu sichern vorbeikletterst, wird das dem Fels wurscht sein. Dir vieleicht aber nicht

          LG Helwin

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          • #6
            Danke für den Tipp mit den Ufos, leider sind mit 240 Tacken für ein Textilkeil-Set das ich vielleicht nur einmal benutzen werde definitiv zu viel. Schade, damit würde ich mich sicherer fühlen als mit den Knotenschlingen

            Ja also ich hab mir die Affenfaust mal angeguckt und geübt, ich denk ich mach mit mal zwei Stück, eine aus nem 10mm-Seil und eine aus nem 6mm Halbseil, das sollte dann reichen falls man die irgendwo braucht hoffe ich.

            Für den Spatel werde ich dann morgen mal künstlerisch tätig.

            Noch irgendwelche Tipps?

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            • #7
              Zitat von Climbin Beitrag anzeigen

              Noch irgendwelche Tipps?
              Besser nicht stürzen!
              carpe diem!
              www.instagram.com/bildervondraussen/

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              • #8
                Hallo Climbin. Ist deine Anfrage noch aktuell?

                Zur Ausrüstung: Du solltest mindestens ca. 5-6 Bandschlingen dabei haben (1-2 60er, 2-3 120er und 1x 240), 5-6 Knotenschlingen (verschiedene Stärken zwischen 5-10mm), vielleicht noch ne Kevlarschlinge (5-6mm für verstecktere Sanduhren) und wenn verfügbar 1-2 Affenfäuste (geht aber auch ohne). Die Schlingen sollten etwa eine Länge von 1,80 bis 2m haben. Unter 1,50m kann bei längeren Routen für den Seilzug unangenehm sein - daher lieber länger. Bei den Schlingen reicht ein Sackstich. Ansonsten sind je nach Route 5-8 Exen sowie n paar kleinere und größere Schrauber empfehlenswert.

                Auf Bürste und Spatel habe ich bisher immer verzichtet. Irgendwann wirds zu viel Gebaumel um Schulter und Gurt. Grade im Kamin haste dann wenig Spaß

                p.s. Ich hoffe, du weißt, worauf du dich einlässt. Die Folgen von Anfängerfehlern können im Elbsandsteingebirge bisweilen sehr hart ausfallen. Ach und Chalk kannste daheim lassen


                Zuletzt geändert von Wette; 06.06.2019, 22:01.
                "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
                Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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                • #9
                  Danke für die ausführliche Antwort!
                  Genau an dem Tag war ich leider schon vor Ort, sodass ich sie nicht mehr lesen konnte (absolutes Funkloch )

                  Wir haben dann als Spatel ein Salatbesteck-Set benutzt, was bei den meisten Kletterern hörbar gut angekommen ist.

                  Bei dem Rest haben wir halt ein bissl improvisiert, wir sind und aber natürlich den Risiken bewusst gewesen und sind auch eher vorsichtig vorgegangen.
                  Wir haben uns Reepschnüre und Statikseile in vielen Stärken geholt und die Knotenschlingen gebunden. Außerdem eine Affenfaust. Alles so kurz dass man nicht drüber stolpert wenn sie am Gurt hängen.
                  Einfache Ruten haben wir gemacht.
                  Da wo es Sanduhren gab, hab ich mich relativ sicher gefühlt, da wo ich Knotenschlingen reingelegt hab das fand ich nicht so den Burner... Gab zwar immer mal Punkte wo es theoretisch halten müsste aber reinfallen wollte ich da nicht unbedingt.
                  Wenn die Schlingen zu kurz waren um den Fixpunkt-weg freiläufig zu gestalten, hab ich dann einfach mit Bandschlingen per Ankerstich verlängert.
                  Ich war froh über mein 80m-Seil, denn man hat die 80m gebraucht.

                  Was ich das nächste Mal mitnehmen würde wären Karabiner mit einer größeren Öffnung. Die Abseilpunkte auf dem Gipfel sind alle zu dick gewesen um nen Karabiner direkt einzuhängen.

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                  • #10
                    Jaja, im Elbi ist der Empfang insgesamt eher schlecht und oft reine Glückssache. Wo seid ihr denn unterwegs gewesen und welche Wege habt ihr gemacht?

                    Leider gab es ja am Wochenende wieder einige Unfälle

                    Schön, dass bei euch aber scheinbar alles geklappt hat. Ich habe den Sanduhren bei meinen ersten Vorstiegsrouten übrigens auch mehr vertraut als den Knotenschlingen. Heute ist es andersherum. Es geht nichts über einen gut verklemmten Knoten. Manchmal liegen die so gut, dass der Nachsteiger beim Abbauen echte Probleme bekommt

                    Also ich hab ein 70m Seil und bin damit auch zufrieden. Meist aber eher wegen des Abseilens. Beim Klettern geh ich die 70m eigentlich nie aus. Das macht allein wegen der Seilreibung selten Sinn.



                    "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
                    Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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                    • #11
                      Wir haben uns für die zwei Tage keine Kletterführer kaufen wollen, daher lässt sich das schwer nachvollziehen was wir genau gemacht haben... Haben also per lokaler Kommunikation einige leichtere Routen gefunden, die Namen der einzelnen Routen sind mir aber unbekannt.
                      Wir waren im Wildensteiner Gebiet am Rabentürmchen und dort in der Nähe auch an einem höheren Felsen. Da gab es überall recht viele Sanduhren, das war sehr entspannend. Eine Route führte auf ein Dach auf dem es nur Bäume zum abseilen gab, hoffe die Route war nicht illegal
                      Ja dann waren wir im Bielatal und haben einige Türme erklommen.
                      Und dann haben wir uns den Falkenstein angesehen, da sind wir aber nur umher gewandert.

                      Ich hoffe, ich kann auch irgendwann mal auf die Knotenschlingen so vertrauen. Denn der Elbsandstein hat mir in allen Punkten sehr gefallen. Ist halt so dass ich nicht entspannt klettern kann, wenn ich ständig im Hinterkopf hab dass selbst die Einheimischen nicht in die Knotenschlingen fallen wollen.
                      Denn ich bin normalerweise gewohnt, überm Limit zu klettern und dabei auch gerne mal ins Seil zu fallen
                      Ich denke ich werde in anderen Gebieten neben Keilen auch hin und wieder mal eine Schlinge in den Fels stecken und so das vertrauen da hinein mit der Zeit aufbauen.
                      Zuletzt geändert von mountainrabbit; 17.06.2019, 08:20.

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