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  • Karten vs GPS

    Griass Eich

    ich könnte ja viele Fragen stellen, wer weiss schon welche Antworten dann kommen, darum möchte ich Eure Meinung mal lesen:

    Viele Wanderer und Bergsteiger glauben, dass in der heutigen Zeit die Orientierung im Gebirge kein großes Problem mehr darstellt. Schließlsch gibt es mittlerweile schon eine Unmenge an verschiedenen GPS-Geräten unterschiedlichster Marken, wobei auch sehr moderne Geräte Geräte schon zu recht günstigen Preisen angeboten werden. Handys und Armbanduhren mit GPS-Funktion sind mittlerweile nichts Besonderes mehr, und so verwundert es auch nicht, dass die Meinung, ein Verlaufen sei nicht mehr möglich, bei vielen Bergsteigern vorherrscht. Leider wird dabei sehr oft vergessen, dass ohne eine gediegene Praxis in Kartenlesen das beste GPS-Gerät wertlos ist.....
    Quelle:Ewald Lidl&Heinz Zak, Land der Berge 08/2009.

    Diese Zeilen habe ich heute im LdB gelesen und da kam mir gleich auch die Idee Euch zu fragen: Was haltet ihr davon, bzw. mit was geht ihr in die Berge?? Karte, GPS, Kompass usw.

    So hoffe ich Euch von anderen wichtigen Dingen des Berges abgelenkt zu haben und freue mich auf Eure Antworten und auf eine rege Diskussion.

    LG Othmar
    Zuletzt geändert von Othmar1964; 05.02.2010, 22:48.
    Brasilien: 1995, 1998, 2000, 2003, 2005, 2008, 2011, 2015, 2016 . . . .

    make love, peace and fun... und hauts eich endlich a richtige musik eini....

  • #2
    AW: Karten vs GPS

    Ich orientiere mich hauptsächlich nach einer guten Karte, falls ich mal nicht genau weiß wo ich grade bin, z.B. bei Nebel, dann reicht mir mein Handy-GPS aus um den Standort zu bestimmen und die weitere Marschrichtung festzulegen.
    www.bergportal.com

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    • #3
      AW: Karten vs GPS

      Zitat von Othmar1964 Beitrag anzeigen
      Griass Eich

      ich könnte ja viele Fragen stellen, wer weiss schon welche Antworten dann kommen, darum möchte ich Eure Meinung mal lesen:




      Diese Zeilen habe ich heute im LdB gelesen und da kamm mir gleich auch die Idee Euch zu fragen: Was haltet ihr davon, bzw. mit was geht ihr in die Berge?? Karte, GPS, Kompass usw.

      So hoffe ich Euch von anderen wichtigen Dingen des Berges abgelenkt zu haben und freue mich auf Eure Antworten und auf eine rege Diskussion.

      LG Othmar
      Hallo Othmar

      Habe Karten dabei- GPS habe ich, vergammelt im Keller- hin und wieder bei Suchaktionen wird es hervorgekramt um die "Suchstrecke" zu dokumentieren.

      Bei sehr schlechter Sicht- um den Standort schneller ermitteln zu können ist das Gerät ganz gut brauchbar.

      Kann auf das Sche...ding aber gut verzichten.

      lg
      tch

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      • #4
        AW: Karten vs GPS

        ein gutes gps zeigt dir deinen standort auf der karte. wenn man keine karte lesen kann, hat man mit und ohne gps ein problem...

        ich geh mit einem rastertauglichen gps ins gebierg. somit kann die papierkarte immer im rucksack bleiben. als backup ist noch mein handy mit, heute hat ja praktisch jedes gerät einen gps chipsatz eingebaut. als backup vom backup ist noch ein kompass und eine papierkarte mit.

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        • #5
          AW: Karten vs GPS

          Zitat von tch Beitrag anzeigen
          Kann auf das Sche...ding aber gut verzichten.
          Gleich vorweg, ich benutze auf meinen Touren kein GPS, wobei ich insbesondere wenn ich mit dem Rad unterwegs bin echte Probleme habe. Erschwerend kommt hinzu, dass ich so gut wie blind bin am Bike. Wenn ich eine echte Spürnase bei unmarkierten Wegen oder sogar bei Schneelage bin, so fahre ich mit dem Fahrrad bei jeder noch so gut beschilderten Abzweigung vorbei. Aber irgendwann komme ich immer drauf, dass ich falsch bin...

          Ich auf jeden Fall möchte kein GPS in den Bergen. Da bin ich der Meinung ich habe andere Dinge zu tun als noch ein Gerät zu bedienen. Ich studiere meine (z.t. online vorhandenen) Karten vor der Tour und habe immer eine Karte im altmodischen Sinne mit. Damit komme ich seit ca. 15 Jahren des Bergsteigens bestens zurecht. Selbst auf weglosen Touren


          Seit letzten Sommer bin ich überhaupt geheilt von der Geissel der Messung von Zeit, Distanz und sonstigen Dingen. Da habe ich meinen geliebten Höhen-/Pulsmesser Suunto X6HRM in der Enns versenkt. Anfangs war ich etwas traurig. Kurz danach wurde mir klar, dass das nur ein Verlust im materiellen Sinne sein wird. Mittlerweile vermisse ich die Uhr auf keiner einzigen Tour mehr...

          PS: ein Eingeständniss muss ich wohl machen, denn beim Fliegen benutze ich ein kombiniertes Vario mit integriertem GPS, wobei dieses Teil so ausgelegt ist, dass es meine Flüge automatisch aufzeichnet und nur mehr mittels einem Knopfdruck den Track in Google Earth einspielen kann
          Zuletzt geändert von LampisBerge; 05.02.2010, 23:25.
          lampi
          ________________________________________
          Jetzt auch bei mir - Lampis Berge

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          • #6
            AW: Karten vs GPS

            ich bin inzwischen teilweise dazu übergegangen, gänzlich ohne vorinformationen oder orientierungshilfen ins gelände zu gehen. nicht einmal mehr karte.
            in europa ist das netz an straßen / besiedelung etc. so dicht, dass man immer "zurück" kommt. "verlaufen" ist ja ein relativer und subjektiver begriff.
            ganz banal: auf der rax kann ich mich nur "verlaufen", wenn ich auf die heukuppe gehen will und sie nicht finde.
            stehe ich dann irrtümlich auf der scheibwaldhöhe, ist das völlig egal und bei der netzdiche an markierten wegen tatsächlich auch ungefährlich.
            verlaufen ist also nichts als eine logische folge von wille. nach vielen jahren weglos stelle ich fest: man kommt auch mit schi am rucksack durch latschenfelder. es dauert bloß ein wenig länger im schlimmsten fall: rückanstieg und neuer versuch.

            ich hab also für längere touren proviant mit und schlafsack und wenn es dunkel wird und die orientierungsmöglichkeiten wegfallen leg ich mich zum schlafen unter die nächsten latschen etc.

            06 eine ganze bergwoche lechtaler / verwall ohne karte etc. - man hat dort ja eher damit probleme, den markierten wegen zu entkommen!

            sommer 09 bin ich in villach aufs rad gestiegen und war nach einer woche wieder dort. weder ziel noch fahrtstrecke waren geplant. letztlich bin ich über bled / laibach etc. bis nach cres gekommt und retour über istrien triest - tlw. auf mountainbikestrecken stundenlang durch wälder etc. - ich hab mich an weggabelungen halt entscheiden müssen: rechts oder links - und hab die auf den ersten blick landschaftlich schöneren strecken genommen. die unternehmung war wunderbar!!

            kann also nur empfehlen, statt krampfhafter suche nach dem "richtigen" weg einfach los zu ziehen die chance, dass man zu den menschen zurück findet, ist relativ hoch, wenn man sich talwärts wendet
            Angehängte Dateien
            Zuletzt geändert von renoldna; 06.02.2010, 19:20.
            runter gehts oft schnell.

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            • #7
              AW: Karten vs GPS

              ich bin eigentlich immer mit einem gps, auf dem eine vernünftige topo installiert ist, unterwegs. was meiner meinung nach sehr praktisch ist, weil man jederzeit auch bei schlechtem wetter schauen kann wo man ist usw. klar, wenn man keine karte lesen kann wird einem auch die karte am gps nichts helfen.
              bei der tourenplanung zuhause schaue ich mir das ganze natürlich auch am computer an.
              zwischen gps und gps sollte man aber auch unterscheiden. weil nicht jedes gps kartentauglich ist, bzw manche auch in unwegsamen gelände oder schlechtem wetter genauer sind als andere.
              tu was du willst, aber tu was!!!

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              • #8
                AW: Karten vs GPS

                Zitat von rutschger Beitrag anzeigen
                ich bin eigentlich immer mit einem gps, auf dem eine vernünftige topo installiert ist, unterwegs. was meiner meinung nach sehr praktisch ist, weil man jederzeit auch bei schlechtem wetter schauen kann wo man ist usw. klar, wenn man keine karte lesen kann wird einem auch die karte am gps nichts helfen.
                bei der tourenplanung zuhause schaue ich mir das ganze natürlich auch am computer an.
                zwischen gps und gps sollte man aber auch unterscheiden. weil nicht jedes gps kartentauglich ist, bzw manche auch in unwegsamen gelände oder schlechtem wetter genauer sind als andere.
                Hallo rutschger

                Auf den GPS Geräte die ich kenne sieht man nur sehr kleine, ungenaue Kartenaussschnitte...

                wie beurteilst Du nach der GPS Karte die Geländesteilheit?

                Welche Gerät hast Du? das unterscheiden kann zwischen "Weg und weglos"


                lg
                tch

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                • #9
                  AW: Karten vs GPS

                  Nach über 40 Jahren Bergsteigen: Gehe nie ohne Karte, GPS praktisch zur genauen Standortfeststellung - eventuell bei Unfall wegen Koordinatenmeldung.
                  Kompass und Höhenmesser auch immer dabei. Ist alles Standardausrüstung, sowie Mobil, Funkgerät mit voreingestellten Frequenzen und im Winter VS-Gerät.
                  Über 30 Jahre Außendienst bei Gebirgsjägerkompanie und über 25 Jahre Bergrettungsdienst: Immer alles dabeihaben, wenn man 1x etwas nicht mit hat, passiert etwas.
                  Und als Feststellung: Wer nicht Karten lesen kann, kann auch kein GPS lesen. Dann landen die intelligenten Kandidaten mit dem Auto im Hohlweg und mit den Schiern im Abgrund!
                  Jetzt leben, Du kannst nichts mitnehmen!
                  LG Peter

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                  • #10
                    AW: Karten vs GPS

                    Zitat von tch Beitrag anzeigen
                    Hallo rutschger

                    Auf den GPS Geräte die ich kenne sieht man nur sehr kleine, ungenaue Kartenaussschnitte...

                    wie beurteilst Du nach der GPS Karte die Geländesteilheit?

                    Welche Gerät hast Du? das unterscheiden kann zwischen "Weg und weglos"


                    lg
                    tch
                    hi

                    ich verwende schon seit ein paar jahren ein garmin vista hcx und habe im moment unter anderem die topo österreich 2 als karte installiert.
                    das teil hat zwar nicht das grösste display (dafür brauche ich auch bei mehrtagestouren keine batterie wechseln) aber durch rein und rauszoomen gehts ganz gut. zusätzlich kann man ja auch einstellen wie viele details in welcher zoomstufe angezeigt werden sollen.

                    die geländesteilheit kann ich mir vorort nur anhand der höhenlinien vorstellen. mit einer karte und einem höhenlinienraster (wie heisst das zeug genau?) kann man natürlich ganz genau feststellen wie steil es ist. nachdem ich meine touren aber schon im vorfeld am computer anschaue kann ich mir dort schon rausmessen welche hänge ich zb im winter wegen den lawinen meiden sollte. zusätzlich kann man die hangneigung (an dem ort wo man gerade steht) ja auch ganz gut ohne technischem schnick-schnack messen.

                    was meinst du zwischen weg und weglos? wenn auf der topo eine forststrasse, wanderweg, steig oder sonstwas eingezeichnet ist dann hoffe ich dass diese wege auch wirklich da sind. natürlich wird man nie eine wirklich vollständige karte mit jedem weg haben.
                    tu was du willst, aber tu was!!!

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                    • #11
                      AW: Karten vs GPS

                      Zitat von tch Beitrag anzeigen
                      Hallo rutschger

                      Auf den GPS Geräte die ich kenne sieht man nur sehr kleine, ungenaue Kartenaussschnitte...
                      klingt nach den alten garmin kolben...



                      Zitat von tch Beitrag anzeigen
                      wie beurteilst Du nach der GPS Karte die Geländesteilheit?
                      genauso wie bei einer papierkarte, zusätzlich seit gestern noch eine hangneigungskarte.

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                      • #12
                        AW: Karten vs GPS

                        Ich orientiere mich in erster Linie auch mit der guten alten Karte. GPS lasse ich bei unsicherem Wetter vor allem bei mehrtätigen Touren aber immer mitlaufen. Erleichtert einfach den Rückzug/Abstieg.
                        Es ist auch schon vorgekommen, dass das GPS mittels Track bereits beim Aufstieg nötig war um den Gipfel zu erreichen. Sollte aber meiner Meinung nach wegen mangelder Sicherheitsreserven nicht Routine werden.

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                        • #13
                          AW: Karten vs GPS

                          Zitat von MausPe Beitrag anzeigen
                          Nach über 40 Jahren Bergsteigen: Gehe nie ohne Karte, GPS praktisch zur genauen Standortfeststellung - eventuell bei Unfall wegen Koordinatenmeldung. Kompass und Höhenmesser auch immer dabei.
                          nach 45 jahren bergsteigen brauchst das auch nicht mehr
                          runter gehts oft schnell.

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                          • #14
                            AW: Karten vs GPS

                            In erster Linie bin ich mit dem GPS unterwegs. Einen Pack Ersatzbatterien führe ich auch immer mit. Sollte es trotzdem zu Ausfällen des GPS kommen habe ich noch eine ausgedruckte Karte vom Gebiet mit. Ein Recta Kompass ist ebenfalls immer dabei, das Gewicht ist vernachlässigbar.

                            Im Nebel ist ein GPS schon eine wunderbare Sache. Im schlimmsten Fall geht man den aufgezeichneten Track wieder zurück zum Ausgangspunkt.

                            LG PiMax
                            Bergsteigen macht das Leben nicht leichter,
                            aber es hilft, es besser zu ertragen.
                            (Gipfelbuch Auerhahn)

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                            • #15
                              AW: Karten vs GPS

                              Ist so genauso wie die Frage: Internet oder Bücher ?
                              Beides natürlich!
                              Und für Beides muß man lesen können.

                              Warum sooft diese "Entweder - Oder" Haltung?
                              Unter dem Schaf hängen vier Beine, die bis auf den Boden reichen.

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