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03.09.18 Spätsommerliches Aprilwetter im Herbst

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  • 03.09.18 Spätsommerliches Aprilwetter im Herbst

    Nachdem sich das Höhentief vom Wochenende über den Alpen eingenistet hat, sind die Gletscher mit Neuschnee überzogen. Im Südosten und Osten hat es dagegen intensiv geregnet, gebietsweise sind die letzten Tage 50-100mm gefallen. Die Trockenheit wurde vielfach beendet.

    Morgen vom Salzkammergut ostwärts weitere Regenschauer, im Nordstau teils intensiv mit Schwerpunkt Alpenostrand. Lokale Überflutungsgefahr. Auch im Südosten weitere Schauer. Nach Westen hin tendenziell längere Auflockerungen und trocken.Dazu weht weiterhin Nordwind, in den Hochlagen zeitweise lebhaft. In 1500m 10-13°C. Nullgradgrenze über 3000m.

    Am Mittwoch zieht das Höhentief unter Abschwächung weiter nach Osteuropa, von Westen folgt aber ein flacher Trog nach. Damit labilisiert es am Nachmittag vor allem zwischen Ostschweiz und Salzkammergut mit einzelnen Schauern und lokalen Gewittern. Sonst insgesamt weniger Schauer.

    Am Donnerstag wird das Geopotential weiter abgebaut, von Westen nähert sich ein Höhentrog, gleichzeitig verstärkt sich bodennah die Zufuhr feuchtlabiler Luftmassen. Die Wiener Meteorologen sprechen von RTK (Keil der relativen Topographie), während die US-Meteorologen von surface heat axis sprechen. In der Innsbrucker Schule war es einfach eine präfrontal labile Luftmasse. Wie man auch sagt, es ist gewitteranfällig und die gewitteranfällige Zone dehnt sich weiter nach Osten aus. Schon am Vormittag mächtige Quellwolken, spätestens ab Mittag von Vorarlberg, Nord- und Südtirol her teils kräftige Regenschauer und Gewitter. Im Osten noch länger sonnig und noch einmal spätsommerlich warm, in 1500m um +15°C.

    Wie immer bei schwachem Höhenwind können punktuell wieder unwetterartige Regenfälle niedergehen. Murenabgänge und Steinschläge sind möglich. Ich warne an dieser Stelle auch nochmal vor Steigen im Bereich auftauenden Permafrosts bzw. stark zurückgewichener Gletscher.

    Am Freitag dauert der Tiefdruckeinfluss an. Schauer und Gewitter sind im gesamten Alpenraum möglich, die meisten in den Zentralalpen. Wenig Temperaturänderung.

    Trend für mein freies verlängertes Wochenende:

    Besch**** wie immer. Mehrtagestouren auch in diesem Herbst für mich nicht mehr möglich. Aus gesundheitlichen Gründen endet meine Tourensaison leider schon am 5.November.

    Jetzt hoffe ich, dass wenigstens in der Hohen Tatra zum Monatswechsel brauchbares Wanderwetter vorliegt.

    Gruß,Felix
    http://www.wetteran.de

  • #2
    Zitat von Exilfranke Beitrag anzeigen
    Trend für mein freies verlängertes Wochenende:

    Besch**** wie immer. Mehrtagestouren auch in diesem Herbst für mich nicht mehr möglich.
    Also der Samstag und vor allem der Sonntag sehen doch gar nicht so schlecht aus. "wie immer" klingt für mich arg negativ. Letztes Jahr gab es tatsächlich unzähle verregnete Wochenenden, aber dieses Jahr darf man sich doch eigentlich nicht beschweren (abgesehen von den regelmäßgen Nachmittags- und Abendgewittern, die für die Jahreszeit aber nicht ungewöhnlich sind).

    "Meine Spur ziehe ich am liebsten, wohin keine andere führt. Ich kann zurückblicken und sie beurteilen, was ich sonst nicht könnte, weil sie sich durch die vielen anderen verlieren würde.
    Auch mein Leben will ich unter Kontrolle haben. Darum gehe ich einen eigenen Weg, dem nicht jeder folgt." (Heini Holzer)

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    • #3
      Ja, derzeit sieht nur der Samstag noch etwas bewölkter aus, ab Sonntag ruhiges und weiterhin sehr warmes Spätsommerwetter.
      Da geht sich dann vielleicht doch die Reiteralm via Alpa- und Wachterlsteig aus.

      http://www.wetteran.de

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      • #4
        Zitat von Wette Beitrag anzeigen
        (abgesehen von den regelmäßgen Nachmittags- und Abendgewittern, die für die Jahreszeit aber nicht ungewöhnlich sind).
        In Österreich war es ein blitzarmer Sommer (Quelle zamg), was auch meinem subjektiven Empfinden entspricht.
        "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

        https://www.instagram.com/grandcapucin38/

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        • #5
          Stimmt, Gewitter waren es heuer nicht extrem viele, ein paar Prognosen waren auch pessimistischer als sich dann herausgestellt hat. Für längere Touren hatte ich einfach Pech, das liegt dann auch an Schichtfolgen, Schlafdefizit, etc.
          http://www.wetteran.de

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          • #6
            Soweit ich mich erinnere, waren heuer im Mai und Juni gegen alle langjährigen Statistiken wiederholt vor allem der Alpenostrand und der Südosten Österreich von Gewittern und Starkregen betroffen. Dagegen gab es in den Nordalpen und auch im nördlichen Alpenvorland vielfach zu wenig Niederschlag.

            Im Semmering-Wechselgebiet ist eine solche Häufung niederschlagsreicher Gewitter (wahrscheinlich) nichts Besonderes. Für das Mittelburgenland, das Oststeirische Hügelland oder auch den Alpenostrand bei der Hohen Wand gilt dies meines Erachtens aber nicht. All diese Regionen sind heuer im Mai und Juni ungewöhnlich oft kräftig erwischt worden.
            Lg, Wolfgang


            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
            der sowohl für den Einzelnen
            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
            (David Steindl-Rast)

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