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Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

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  • Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

    Was ich mich frage: Sind Metereologen eigentlich in der Lage, z.B. 12 bis 24 Stunden im Voraus einigermassen genau einzuschätzen, mit welchen Windstärken bei einem Föhnereignis gerechnet werden muss?

    Man liest in den Vorhersagen dann immer Formulierungen wie "deutlich spürbar", "stark", usw., aber ich muss sagen, es fällt mir auch als fast täglicher Leser von Wettervorhersagen schwer einzuschätzen, wieviel ich mir da z.B. in km/h darunter vorzustellen habe (im Nachhinein kann ich ja nachschauen, wieviel km/h in Böen z.B. Innsbruck Universität für die Stadt, bzw. der Patscherkofel für den Berg gemessen hat). Will sagen, ich hab so ungefähr eine Ahnung ab wieviel km/h eine Bergtour wirklich ungemütlich wird, bzw. ich die Pflanzen vom Balkon retten sollte soweit möglich weil 70 oder 80 km/h dann doch die Blätter physisch zerstören, aber mir fällt es schwer das in Beziehung zu den Voraussagen zu setzen.

    Liegt das jetzt daran, dass eine halbwegs zuverlässige Prognose schlicht nicht möglich ist, oder liegt es daran dass der Transfer "der Meterologe weiß wie ruppig es voraussichtlich wird, schreibt seine Prognose, und ich kann das dann einordnen" nicht funktioniert, weil ich nicht weiß was z.B. "deutlich spürbar" in km/h meinen könnte.

    Dass sich Föhn punktuell sehr verschieden auswirkt ist mir natürlich bewußt, aber so gewisse Muster (wo ist man eher geschützt, wo greift er voll durch) stellen sich ja doch immer wieder ein.

  • #2
    AW: Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

    Föhnlagen sind generell schwer prognostizierbar. Wann, wo und wie stark der Föhn durchgreift ist noch einmal schwerer vorherzusagen.

    Was man sich unter leichtem, starkem, mäßigem Wind (etc.) vorzustellen hat ist definiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Windgeschwindigkeit
    Zuletzt geändert von schrutkaBua; 28.05.2016, 19:31.
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    • #3
      AW: Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

      Vorsicht! Die Beaufortskala ist in Österreich unbekannt!
      http://www.wetteran.de

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      • #4
        AW: Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

        Hallo,

        ich bin zwar metereologisch bestenfalls halbgebildet, für eines meiner weitern Hobbies (Modellfliegen) verwende ich aber folgenden Link:

        https://www.windfinder.com/

        Die Vorhersagen stimmen normalerweise so halbwegs.

        Liebe Grüße
        Andreas

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        • #5
          AW: Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

          Eine genaue Windgeschwindigkeit lässt sich natürlich nur sehr schwer vorhersagen, da Föhn sehr böig ist. Die höchsten Windgeschwindigkeiten liegen dann deutlich über den normalerweise angegebenen mittleren Windgeschwindigkeiten.
          Wie stark der Föhn dann an gewissen Orten ist, würde ich auch eher statistisch mit früheren Föhnereignissen vergleichen: Geländeeffekte spielen da eine große Rolle.

          Ob der Föhn regional stark oder schwach ausfallen wird, lässt sich schon zumindest grob vorher sagen: Wenn der Föhn in erster Linie durch den Druckunterschied Alpensüdseite vs. Alpennordseite hervorgerufen wird, werden die Windgeschwindigkeiten auch eher gering ausfallen. Wenn allerdings der Druckgradient durch die großräumige Anströmung in der Höhe (z.B. aus Süden bei Südföhn) noch unterstützt wird, werden die Windgeschwindigkeiten auch deutlich höher ausfallen. Einen Föhnsturm mit 100km/h am Patscherkofel wirst du ohne passende Anströmung nicht zusammen bekommen.

          Aber ja, im Endeffekt kommen Formulierungen wie "deutlich spürbar" daher, dass Prognostiker mit genauen Zahlen nur verlieren können
          Wobei man ja auch dazu sagen muss: Für einzelne Orte ließen sich eben über die Statistik schon relativ genaue Vorhersagen treffen. Aber das lässt sich bei Föhn halt nicht in eine 0815-Wettervorhersage verpacken. Die ZAMG kann halt schlecht schreiben: Innsbruck 10m/s, Imst 5m/s, Ellbögen 15m/s, Wörgl 8m/s, Telfs 7m/s, ...

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          • #6
            AW: Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

            Wobei meiner Meinung nach bei der Vorhersage zu sehr auf den Druckgradienten und zu wenig auf die Stabilität geachtet wird. Auch bei 14 hPa gradient kann sich im Winter der vorfoehnige West im Inntal noch halten..

            Im Sommer bricht er leichter durch bzw. Geht nahtloser vom taleinwind in Föhn über. Allerdings ist im Sommer die anstroemung oft schwächer und weil beide alpenseiten durch die Sonne beheizt werden, auch der Luftmassenunterschied geringer.

            Laut Berichten weht der Föhn am Glungezer sogar noch stärker als am Patscherkofel. Ohne Messdaten aber schwer zu belegen.
            http://www.wetteran.de

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            • #7
              AW: Wie gut ist die Windstärke bei Föhnlagen eigentlich prognostizierbar?

              Zitat von DonVitoCorleone Beitrag anzeigen
              Eine genaue Windgeschwindigkeit lässt sich natürlich nur sehr schwer vorhersagen, da Föhn sehr böig ist. Die höchsten Windgeschwindigkeiten liegen dann deutlich über den normalerweise angegebenen mittleren Windgeschwindigkeiten.
              Eigentlich interessiert mich sowieso viel mehr das Maximum an Windgeschwindigkeit das ich in Böen zu erwarten habe. Können die Böen den 60 km/h-Bereich, den 80 km/h-Bereich, oder gar den 100 km/h-Bereich erreichen?

              Weil die Böen sind das, was mich am Berg wegweht (in Tirol noch nicht, aber in Kroatien bei Bora bin ich tatsächlich mal per Luftfracht im nächsten Dornenbusch gelandet...), bzw. im Tal den Wäscheständer zum Flugobjekt macht und diverse Pflanzen rupft.

              Frage die sich daraus ergibt: Ist diese maximale Geschwindigkeit in Böen jetzt leichter oder schwerer prognostizierbar als der Mittelwind?

              Wie stark der Föhn dann an gewissen Orten ist, würde ich auch eher statistisch mit früheren Föhnereignissen vergleichen: Geländeeffekte spielen da eine große Rolle.
              Eh klar, da hilft einem als ortsansässigen eh die Erfahrung. Ich weiß auch nicht, wieviele km/h ich jetzt frontal auf die Wohnung krieg (westliches Hötting, 80 Höhenmeter über der Stadt und ca. 100 Meter von der Hangkante entfernt), aber ich kann ungefähr einschätzen, was bei mir passiert wenn die Uni-Messstation so und so viel misst. Halt leider erst im Nachhinein...

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