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  • Suche Klettersteig/Hochtour im Winter ohne Ski

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Aufnahme im Forum, ich möchte die Gelegenheit direkt nutzen um eine Frage zu stellen.

    Ich suche eine wintertaugliche, alpine Tour ähnlich der Alpsitze. Bisher fanden meine Touren immer im Sommer statt, die Winterbesteigung der Alpspitz Ferrata hat mich aber mächtig begeistert
    Leider kann ich nicht Ski fahren, was die Auswahl der Touren stark einschränkt. Ob Klettersteig oder nicht ist eigentlich egal, es sollte nur kein zu heikles Gelände sein, da wir wenig Erfahrung mit winterlichen Verhältnissen haben. Wir wollen als dreier Seilschaft gehen.
    Ideal wären die nördlichen Alpen, da wir als Flachlandtiroler eine lange Anreise haben. Für zwei mögliche Touren würde sich die Anreise noch mehr lohen


    Zur Einschätzung meiner Fähigkeiten eine kleine Auswahl meiner Sommer Touren:
    Hochtourenkurs für Fortgeschrittene von Mountain Elements, Stüdlgrat, Ortler Hintergrat, Weissmies Überschreitung, Jubiläumsgrat




  • #2
    Servus,

    der Jubiläumsgrat wird auch im Winter gemacht. Auch die Überschreitung der Hackenköpfe im Wilden Kaiser müsste im Winter gehen. Vom Mittenwalder Höhenweg gibt es hier ein Beschreibung einer Winterbegehung: https://www.outdooractive.com/de/rou...hung/57123686/
    Da zumindest die letzten 2 Winter eher Schneearm waren, gibt es da sicher noch mehr.

    Als Alternative zu Ski wären Schneeschuhe denkbar, denn sobald zu den Klettersteigen/Graten ein Zustieg durch flacheres Gelände nötig ist, kann die Spurarbeit sehr anstrengend werden.

    Viele Liebe Grüße von climby
    Meine Nachbarn hören Metal, ob sie wollen oder nicht

    Kommentar


    • #3
      Zitat von summitfun94 Beitrag anzeigen
      Bisher fanden meine Touren immer im Sommer statt
      [...]
      Leider kann ich nicht Ski fahren
      [...]
      Zur Einschätzung meiner Fähigkeiten eine kleine Auswahl meiner Sommer Touren:
      Hochtourenkurs für Fortgeschrittene von Mountain Elements, Stüdlgrat, Ortler Hintergrat, Weissmies Überschreitung, Jubiläumsgrat
      Sind das auch alles geführte Touren gewesen? Wenn ja wäre meine Empfehlung, für die erste Wintertour auch einen BF zu engagieren. Oder andernfalls auf gespurten (Winter-) Wanderwegen zu bleiben. Geländebeurteilung für Lawinengefahr, Spuranlage sowie das Spuren selbst (mit Schneeschuhen?) bieten ja gleich einige neue Herausforderungen.
      Ich bin ja selber auch nur Flachlandtiroler und würde das sehr, sehr konservativ angehen.

      Zitat von summitfun94 Beitrag anzeigen
      Wir wollen als dreier Seilschaft gehen.
      Verstehe ich das so, die erste Wintertour soll auch gleich schon technischer Natur sein (Klettern, Gletscher)?
      "ähnlich der Alpsitze" (die geht man im Sommer soch ohne Seil?) lässt viel Spielraum für Interpretation.
      Zuletzt geändert von Flachlandtiroler; 26.10.2023, 11:51.

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      • #4
        Danke für die Antworten!

        Außer dem Kurs waren alle Touren ohne BF durchgeführt. Es wäre die zweite Wintertour, letzten Winter haben wir zu dritt die Alpspitz Ferrata gemacht. Das Seil kam nur an einer Stelle zum Einsatz, an der über eine Flanke aus gefrorenem Schnee aufgestiegen werden musste, die das Drahtseil verdeckte. Seilschaft war vielleicht das falsche Wort, aber das Seil würde ich im Winter auch bei Klettersteigen auf jeden Fall mitnehmen. Ausschließen würde ich Touren, die viel Standplatzsicherung erfordern. Das kostet uns zu dritt einfach zu viel Zeit.

        Das ganze sehr vorsichtig anzugehen, da bin ich bei dir. Deswegen auch die Nachfrage hier im Forum

        Climby's Vorschlag den Jubi zu gehen habe ich auch in Erwägung gezogen. Jedoch hört man hier sehr geteilte Berichte von schneller und einfacher als im Sommer wenn genug Schnee drin liegt, bis hin zu extrem schwierig.

        Mittenwalder Höhenweg sieht auch interessant aus, habe aber auch schon Berichte von Abbrüchen bzw. nur knapp geschafft gelesen, war daher unsicher über die Schwierigkeit.

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        • #5
          Super, danke für die Aufklärung.
          Das macht IMHO schon einen Unterschied... in der von mir unterstellten Situation hätte ich euch vielleicht einen Winterklettersteig nahe gelegt.

          Aber mit eurer Hochtourenerfahrung könnt ihr euch doch die meisten Skitourenziele (aktuelle Daten erst, sobald Schneeberichte vorliegen) vornehmen, die den Verhältnissen nach ok sind. Irgendwas pauschal empfehlen setzt voraus, dass ihr flexibel auf die passenden Verhältnisse warten könnt.

          Ohne Ski würde ich nach eher felsigen Sachen, Südgrate o.ä. schauen.
          Weissmies-Südgrat (Lawinengefahr beim Hüttenzugang), Piz Kesch, Piz Buin (im Winter fällt der wenigstens nicht auseinander...), Balmhorn/Rinderhorn, Schrankogel, ...
          Zuletzt geändert von Flachlandtiroler; 26.10.2023, 13:27.

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          • #6
            Wenn es ohne Schneeschuhe sein soll, bieten sich viele Grate und Kämme in den Zentralalpen an, die oft weitestgehend abgeblasen sind. In Tirol findet man solche Kämme insbesondere in den Brennerbergen, wobei die Zustiege viel Wühlerei sein können.
            "Glück, das kann schon sein: man hat es fast hinter sich und einen Schluck Wasser noch dazu." (Malte Roeper)

            https://www.instagram.com/grandcapucin38/

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            • #7
              Zitat von placeboi Beitrag anzeigen
              Wenn es ohne Schneeschuhe sein soll, bieten sich viele Grate und Kämme in den Zentralalpen an, die oft weitestgehend abgeblasen sind. In Tirol findet man solche Kämme insbesondere in den Brennerbergen, wobei die Zustiege viel Wühlerei sein können.
              Das würde ich auch genauso empfehlen! In etlichen Richtung Inntal auslaufenden Vorbergen der Zentralalpen finden sich unzählige Ziele für Wintertouren ohne Schi. Einfach einmal die Karte hernehmen, auf diverse webcams schauen, wo etwas abgeblasen ist und genau von dem profitieren, was Schibergsteiger nicht wollen: Aperes Gelände...
              Lange bevor ich Schitouren unternommen habe, haben wir (einige Freunde - wir waren damals von Schitourengehern belächelte Exoten...) genau so unterwegs. Mit der Zeit entwickelt man dazu eine eigene Strategie, die teils völlig entgegengesetzt einer Schitourenplanung verläuft. Z.B. haben wir steile Waldanstiege eher gesucht, um rationell Höhenmeter zu machen Richtung Waldgrenze (darüber ist´s ja dann oft abgeblasen). Auf den Schneestapfschinder knapp unter der Waldgrenze muss man allerdings gefasst sein... Schrofig, brüchige Grate, die man im Sommer meist meidet, können im Winter, bewaffnet mit Steigeisen und Pickel, durchaus interessant, teils auch angenehmer zu gehen sein.
              Rein aus der Karte heraus ist Kalk aber meist viel schlechter einschätzbar als Urgestein (Kristallin).

              LG

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