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USA - Arizona: The Wave

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  • USA - Arizona: The Wave

    Die "Wave" ist vermutlich die bekannteste Formation im Vermilion Cliff National Monument. Die Sandsteinformationen sind nicht nur schön anzusehen, sondern leider auch recht fragil. Aus diesem Grund benötigt man für den Besuch ein Permit. Zum Zeitpunkt unseres Besuches wurden nur 20 Permits pro Tag vergeben, mittlerweile sind es bis zu 64. Genauere Details zu den jeweils aktuellen Regelungen kann man hier nachlesen.

    Wir hatten es einige Monate zuvor erfolglos versucht Online eines der begehrten Permits zu ergattern. Deshalb starteten wir einen zweiten Versuch vor Ort in Kanab wo früher noch eine weitere Lotterie im Besucherzentrum stattfand.


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    Mittlerweile ist diese bedingt durch Covid ebenfalls nur noch Online möglich, bzw benötigt man ein Mobilgerät welches im Netz rund um Kanab oder Page eingebucht ist. Gegen 08:30 erledigen wir den Papierkram für die Anmeldung an der Lotterie. Bevor es mit der Ziehung losgeht gibt es eine erste Einweisung mit eindringlichen Warnungen. Abgesehen von potentiellen Schwierigkeiten bei der Anfahrt zum Parkplatz, ist auch die ca 5km lange Weg zur Wave in keinster Weise markiert.


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    Bei über 100 Teilnehmer machten wir uns nicht allzu großen Hoffnungen. Aber wir hatten Glück und die beiden letzten Permits gingen an uns
    Nach der Verlosung gibt es eine genauere Sicherheitseinweisung und eine grobe Karte mit Bildern von markanten Ortsmarken als Orientierungshilfe.

    Wie am Tag zuvor müssen wir wieder über die House Rock Valley Road. Die Straße ist heute komplett trocken und wir erreichen nach etwa einer Stunde den Parkplatz am Wire Pass. Wir sind früh dran und außer uns steht derzeit nur ein weiteres Fahrzeug am Trailhead.

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    Mit ausreichend Wasser ausgestattet tragen wir uns zuerst im Trailregister ein und folgen dann dem Trail zum Buckskin Gulch. Nach etwa einem Kilometer erreichen wir den Abzweiger zur Permitzone.

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    Zuletzt geändert von gerhardg; 10.09.2022, 08:11.

  • #2
    Die bereitgestellte Wegbeschreibung macht die Orientierung recht einfach. Es geht ein Stück bergauf und nach einem Kilometer sehen wir auf einer Anhöhe bereits unser Ziel in der Ferne.

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    Die Strecke ist zumeist gut begehbar, hin und wieder gibt es etwas mühsame Sandabschnitte. Zwischendurch wird man regelrecht genötigt alle paar Minuten anzuhalten, fotografieren und die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Zu unwirklich sieht die Lanschaft hier aus.

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    In der Ferne können wir auch die North / South Teepees erkennen. Diese liegen weiter östlich und sind außerhalb der Permitzone erreichbar.


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    Kurz vor dem Ziel müssenw wir noch durch eine recht mühsame Wash voller Sand. Nach 400-500 Metern ist auch diese überwunden und wir steigen endlich durch einen Spalt in die Wave hinein.

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    Zuletzt geändert von gerhardg; 16.04.2022, 15:20.

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    • #3
      Wir treffen auf eine kleine Gruppe welche sich aber nach kurzer Zeit bereits den Rückweg antritt. Somit haben wir die Wave für eine Weile für uns ganz alleine und nutzen diesen Umstand für etliche Fotos.

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      Nach etwa einer halben Stunde kommt eine weitere Gruppe an und wir machen Platz damit auch ungestört die Wave genießen können. Die meisten dürften sich nur für die Hauptattraktion interessieren und wir können ungestört die Gegend rund um die Wave erforschen.

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      Nach einer kurzen Wanderung erreichen wir die "Second Wave"

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      Nach der Second Wave ist eine steile Abbruchkante in die Sandcove Wash. Wir gehen ein Stück zurück und suchen uns einen Aufstieg zum Gipfel welcher hinter der Wave liegt.

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      Zuletzt geändert von gerhardg; 16.04.2022, 15:48.

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      • #4

        Oben angekommen sehen wir uns einen vom Sand ausgeschliffenen Alkoven an und nutzen dessen Schatten für eine ausgedehnte Pause.

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        Die Gegend um den Alkoven selbst ist auch nicht zu verachten und wir verbringen gut eine Stunde am Plateau.

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        Wir folgen einen breiten Kamm nach Norden, laut Karte sollte dieser schön langsam abflachen und wir wollen hier wieder zur Wave absteigen.

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        Bei der Top Rock Arch kann man die Wave gut einsehen, mittlerweile ist dort deutlich mehr los.

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        Der restliche Abstieg wird wieder richtig bunt...

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        Rückblick zur Top Rock Arch
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        Diese kleine Teepee Gruppe fällt mir spontan ins Auge und ich markiere mir diese für den Rückweg auf der Karte.

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        • #5
          Einfach toll, danke für den prächtigen Beitrag!
          LG

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          • #6
            Grandios, so ist es mir bekannt.
            Lg. helmut55

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            • #7

              Gegen Mittag kommen wir wieder in der mittlerweile verlassenen Wave an. Grundsätzlich spricht ja nichts gegen einen frühen Rückzug um der Hitze zu entfliehen. Aber die meisten Besucher sind eher spät gekommen und gehen nun in der Mittagshitze zurück. Wir machen in der kräftigen Mittagssonne nochmals eine ausgedehnte Fotopause.

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              Erstaunlicherweise sind wir nun tatsächlich komplett alleine und wir machen noch eine weitere Runde nördlich der Wave, und besuchen u.a. die auffälligen Formationen welche wir beim Abstieg gesehen haben.


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              Wir überlegen noch einen Umweg zu den North / South Teepees, aber der Weg dorthin führt über einige hohe Sanddünen und darauf haben wir heute keine Lust mehr.
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              Angehängte Dateien
              Zuletzt geändert von gerhardg; 16.04.2022, 21:39.

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              • #8
                Langsam machen wir uns auch auf dem Rückweg, dabei nehmen wir ein paar Felsrücken im Westen mit.

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                Vermutlich wäre der gesamte Gebiergszug vom Wire Pass bis zum Sandcove ein lohnenswertes Ziel.

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                Am späten Nachmittag erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, insgesamt war die Tour etwa 15km lang. Ursprünglich hatte ich ein wenig Bedenken ob ich nicht wegen der vielen Reiseberichte und Bilder im Vorfeld von der Wave entäuscht sein könnte. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall, die Gesamtheit der Strukturen und Linen kann mit Fotos nicht vollständig wiedergeben.

                Auch wenn der Weg nicht markiert war, sollte man mit entsprechender Aufmerksamkeit keine Orientierungsprobleme haben. Ein GPS ist nicht unbedingt notwendig, macht es aber natürlich ein wenig einfacher. Die Temperaturen war im Mai mit ~32 Grad durchaus noch erträglich, es gibt aber nicht wirklich viel Schatten. Im Sommer kann es durchaus auch über 40 Grad heiß werden, auf eine ausgedehnte Besichtigung würde ich hier eher verzichten.

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                • #9
                  Ich beneide dich - hatte schon 2 mal bei der Lottery keinen Erfolg... freut mich sehr dass sie die Quote erhöht haben.

                  Die Bilder bestätigen meine Eindrücke - als Felsliebhaber MUSS man das einmal im Leben live gesehen haben. Ich werde ebenfalls wieder probieren...
                  carpe diem!
                  www.instagram.com/bildervondraussen/

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                  • #10
                    Von 5 Versuchen hat es bisher 1x geklappt. Außerhalb der Hauptsaision oder im Winter wäre es deutlich einfacher.

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                    • #11
                      Sensationelle Fotos,
                      herzlichen Dank!

                      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Vermilion Cliff National Monument erst auf einer Landkarte suchen musste. Nun weiß ich, dass meine einzige Reise in den Westen der USA (im Sommer 2006 mit einem Studienfreund) uns durchaus in die Nähe geführt hat: in den Zion NP, nach Grand Staircase - Escalante und natürlich zum Grand Canyon.

                      Solche Natureindrücke einmal mit eigenen Augen betrachten zu können, ist etwas, was man sicher sein Leben lang nicht mehr vergisst. Meine Erfahrung war ähnlich wie du es schilderst: An Ort und Stelle ist das Erlebnis noch überwältigender als es selbst gelungene Fotos festhalten können. Wer gebirgige Wüstenlandschaften insgesamt nur selten sieht, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
                      Lg, Wolfgang


                      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                      der sowohl für den Einzelnen
                      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                      (David Steindl-Rast)

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                      • #12
                        Auch ich bin sehr begeistert von Deinen Bildern! Wußte von dieser Gegend auch noch nichts, obwohl auch ich 2001 in der Nähe war (ebenfalls Zion, und einige andere).
                        LG, Eli

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                        • #13
                          Eigentlich verwunderlich, dass man zu solchen Wunderwerken der Natur überhaupt Zutritt bekommt.

                          So wie bei deinem ersten Bericht, einfach nur WOWWWWW.

                          Danke für die tollen Bilder.

                          LG, Günter
                          Meine Touren in Europa

                          Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                          (Marie von Ebner-Eschenbach)

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                          • #14
                            Danke für die tollen Bilder. Hoffe auch mal das Glück bei der Lotterie zu haben.

                            Letztendlich ist dieses Verfahren das Beste für die Natur und die Besucher. Komplett sperren wäre schade und völlig offenlassen fatal, weil dann nur noch Menschen sich tummeln und sicher manches kaputt gemacht wird und Müll zurückbleibt. Eine Verlosung ist fair und jeder hat eine Chance.

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