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Hochschneid, 1752 m, im Östlichen Höllengebirge (04.09.2020)

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  • Hochschneid, 1752 m, im Östlichen Höllengebirge (04.09.2020)

    Das Höllengebirge ist im Forum Gipfeltreffen ja 'sehr gut' repräsentiert. Trotz alledem gibt es noch weiße Flecken zu welchen kein Bericht vorhanden ist. Einer dieser weißen Flechen ist die

    Hochschneid im Östlichen Höllengebirge.

    Auf diesen Gipfel führte ehemals ein Schlepplift. Der Gipfel ist von Wanderwegen und Schneeschuhtrails umkreist, keiner davon führt aber auch nur in die Nähe des Gipfels! Einzig im Winter dürfte der Gipfel mit Schiern unschwierig (?) ersteigbar sein.
    Sollte ich den Gipfel im Winter ersteigen, so möchte ich mir vorher ein Bild der Lage im Sommer machen - so meine Herangehensweise.

    Zur Planung verwendete ich auch einen Bericht aus dem "Sommerschi Forum". Der User lanschi hat den Gipfel selbst im Sommer erstiegen: http://www.sommerschi.com/forum/repo...t1522-s15.html Leider sind die Fotos auf der Webseite seit kurzem nicht mehr vorhanden - glücklicherweise habe ich vor einiger Zeit mir den Bericht als PDF am PC gespeichert Deshalb hier der Sommerschi-Bericht als PDF: Feuerkogel_Geschichte-eines-Schiberges_-_Erkundung-Hochschneid.pdf Den gesamten Thread kann ich bei Bedarf auch bereitstellen
    • Feuerkogel, über Feuerkogelseilbahn
    • über Plediridl und durchs Edltal weglos auf die Hochschneid, 1752 m
    • zurück ins Edltal, zur Gasslhöhe, und über den neuen Kaiserweg weiter zu Kleinem Helmeskogel, 1616 m und Kleinem Steinkogel, 1603 m
    • Danach: zurück zur Gasslhöhe - Plediridl
    • und Kurz-Besuch des Feuerkogel-Gipfelkreuzes, 1592 m


    Wildstatistik: 3 Gämsen am Aufstieg zur Hochschneid
    Daten zur Tour: 8,5 km; 3:15 h; 500 Hm

    00_OTM-Karte.JPG
    uMap Übersichtskarte mit GPS-Aufzeichnung

    Es ist Freitag, also ein kurzer Arbeitstag So bin ich bereits um 12:00 vor Ort bei der Feuerkogelseilbahn.
    Selbstverständlich ist direkt bei der Feuerkogelseilbahn alles bis auf den letzten Platz verparkt. Exakt den nehme ich nämlich

    2_Seilbahn.JPG

    Mit MNS geht es mit der Seilbahn auf fast 1600 m.
    Feuerkogel, 12:30.

    Blick zum Dachstein und Gosaukamm. Dazwischen der Helmeskogel.
    4_DachsteinGosaukamm.JPG

    In der Bildmitte das Tagesziel. Links Steinkogel, rechts Höllkogel und Heumahdgupf.
    6_SteinkogelHochschneidHeumahdgupf.JPG

    Alberfeldkogel
    10_Alberfeldkogel.JPG

    Gosaukamm gezoomt
    11_Gosaukamm.JPG

    Über den 820er Wanderweg geht es bis ins Edltal, dort, wo dieser die alte Schipiste vom Heumahdgupf herunter quert.

    In der Lifttrasse steige ich abwärts - hinten die Hochschneid.
    18_HochschneidSchlepplift.JPG

    Angleichung des Geländes, hinten die ehemalige Talstation (Holzreste).
    19_Aufschüttung.JPG

    Hier, in der Gegend der Talstation "Hinteres Edltal", beginnt ein gut ausgeprägter Steig in Richtung Talstation "Hochschneid" und weiter...
    24_Latschengasse.JPG
    28_deutlicheSteigspur.JPG

    Aufstiegsgelände Hochschneid, im Bild die erste "schottrige" Steilstufe
    26_Aufstiegsgelände.JPG

    Hier die erste Seilbahnstütze.
    29_Stütze1.JPG

    Fortsetzung folgt...
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    Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist - denn vorher gehörst du ihm. (Hans Kammerlander)
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  • #2
    Schon bald verliere ich den gut ausgeprägten Steig.
    Die schottrige erste Steilstufe nehme ich deshalb recht direkt.
    Hier bereits im Rückblick.
    32_Schottersteilstufe.JPG

    In der Gegend der zweiten Stütze die Überraschung: Ein Kabel, welches der Lifttrasse aufwärts folgt!
    35_Kabel.JPG

    Stütze 4, am Beginn des Flachstückes.
    42_Stütze4.JPG

    Am Beginn des Flachstückes. Die weitere Lifttrasse ist hier gut einsehbar.
    44_Flachstück.JPG

    Auch im Bereich des Flachstückes wurden Geländeangleichungen vorgenommen.
    Zu Beginn wurde der Hang abgegraben, danach wieder Material aufgeschüttet.

    Das Flachstück findet ein jähes Ende in der 'Felskluft-Zone' (ab Stütze 5), als Einleitung für die zweite Steilstufe.
    Der Schlepplift dürfte damals die Schifahrer direkt neben oder sogar über die Klüfte befördert haben

    Links ist wieder das Kabel ersichtlich.
    50_Weiterweg.JPG

    49_Felsspalt.JPG

    Diese Kluft (direkt nach der Stütze 6)ist im Aufstieg am gefährlichsten.
    Sie ist zwar nicht tief (3-4 m) - aber wenn man einmal hineingestürzt ist kommt man ohne Hilfe nicht wieder raus! ​ *schauder*
    58_Felskluft.JPG

    Eine kurze Klettereinlage über einen Felsriegel beendet die 'Felskluft-Zone'.
    144_FelsriegelRückblick.JPG

    Das nun folgende Gelände ist gut gangbar.
    So habe ich Zeit, die Umgebung abzulichten.

    Rückblick. Ziemlich genau in der Bildmitte ist das Flachstück ersichtlich, dahinter die Trasse des Hinteren-Edltal-Liftes.
    Von links nach rechts: Alberfeldkogel-Nebengipfel, Alberfeldkogel, Edltalgipfel, Heumahdgupf, Feuerkogel, Traunstein, Steinkogel.
    61_Rückblick.JPG

    Feuerkogel im Zoom.
    65_FeuerkogelTraunstein.JPG

    Totes Gebirge - vom Kleinen Priel bis zum Großen Woising
    68_TotesGebirge.JPG

    Das nächste Relikt: Alte Schinetze
    87_Schinetz.JPG

    Das letzte "latschige" Steilstück zum Kamm. Die Lifttrasse führt durch eine teilweise bereits verwachsene Latschengasse.
    Leicht rechts der Bildmitte das Fundament der Stütze 8.
    91_letzteSteilstufe.JPG

    Panorama knapp unterhalb des Gipfels
    Panorama-Hochschneid-Nord.jpg

    Fortsetzung folgt...
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    • #3
      Dann ist endlich die Kammhöhe erreicht.
      Hochschneid-Bergstation, 1748 m, 13:30

      Fundament des ehemaligen Lifthütterls
      105_BergstationStützen.JPG

      Weitere Fundamente, möglicherweise Stütze 9.
      106_Stütze9.JPG

      Ein weiteres Relikt wurde zum Gipfelkreuz umfunktioniert
      109_Gipfelkreuz.JPG

      Die im Sommerschi-Bericht erwähnte 'Stahlscheibe zur Abspannung' habe ich nicht gefunden - aber ich habe auch nicht dezidiert danach gesucht ​​​​​
      110_Stütze10.JPG

      Nochmal das Gipfelkreuz - im Hintergrund Eibenberg und Totes Gebirge (Kleiner Priel bis Schrottkamm).
      113_Hochschneid-Bergstation.JPG

      Im Norden Alberfeldkogel-Nebengipfel bis Langwandkogel
      116_2Feuerkogel.JPG

      Blick nach Osten: Traunstein, Katzenstein, Gmundner Hochkogel, Zwillingskogel, darunter Wasserkogel. Erlakogel, darüber Falkenmauer und Kremsmauer.
      Den Rainstock [Gemeinde Gaming - 109 km] kann man nur erahnen. Überm Helmeskogel Spitzplaneck und Kasberg, auch den Hochschwab rechts daneben kann man nur erahnen [110,5 km].
      117_3Helmeskogel.JPG

      Zwischen Dachstein und Großem Höllkogel ein Durchblick in die Hohentauern. Schareck, Hoher Sonnberg und Hocharn [alle ca. 100 km entfernt] waren mit bloßem Auge erkennbar! Anschließend das Tennengebirge.
      119_DachsteinHöllkogel.jpg

      Durchblick zwischen den Höllkogeln zum Schafberg. Links Untersberg, rechts Hörndl (?).
      122_Schafberg.JPG


      Der höchste Punkt im Hochschneidkamm muss natürlich auch noch besucht werden.
      Während der Zustieg dorthin großteils latschenfrei erfolgt, ist der höchste Punkt natürlich latschenbewachsen.
      Hochschneid hP, 1752 m, 13:45
      133_HochschneidHauptgipfel.JPG

      Abstieg entlang der Lifttrasse
      141_Lifttrasse.JPG

      Der oben erwähnte Felsriegel
      143_Felsriegel.JPG

      Rückblick vom Flachstück zum Gipfel
      149_RückblickGipfel.JPG

      Talstation Hochschneid-Lift
      151_TalstationHochschneidSchlepplift.JPG

      Unweit der Talstation Hinteres Edltal werde ich schließlich fündig.
      Das hier dürften die alten Holzbügel sein, die im Sommerschi Bericht erwähnt werden ​​​​​
      Sumsi-Jausenbox inklusive ​​​​​
      154_Schleppbügel.JPG

      Fortsetzung folgt...
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      Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist - denn vorher gehörst du ihm. (Hans Kammerlander)
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      • #4
        Gasselhöhe, 14:30

        In der Gegend gibt es noch zwei unbekannte Gipfel, nämlich den Kleinen Steinkogel und den Kleinen Helmeskogel. Diese suche ich jetzt.
        157_GatterHelmeskogel.JPG

        Kleiner Steinkogel, rechts der Mitte, und Kleiner Helmeskogel, ganz rechts.
        159_KleinerSteinkogelTotesGebirge.JPG

        Auf dem Luftbild ist mir nördlich des Kleinen Helmeskogels eine Gasse aufgefallen.
        Wenige Meter vor der Einmündung des Kaiserweges finde ich auf Anhieb den Beginn:
        163_Steigspuren.JPG

        Auf guten Steigspuren (!) geht es durch die Gasse. Ob die Steigspuren allerdings von Gämsen oder auch von Menschen stammen?

        In einem kurzen Latschenkampf erreicht man die im Bild sichtbare Felswand.
        164_Wandl.JPG

        Eine kurze, anregende Kletterei später (UIAA I+) steht man am latschenbewachsenen Gipfelplateau.
        Zum höchsten Punkt sind mir von dieser Seite zu viele Latschen

        Kleiner Helmeskogel (Schulter), ca. 1610 m, 14:50
        165_KleinerHelmeskogel.JPG

        Im Abstieg dann der Schock: Wie ich mich an einem riesengroßen Felsblock festhalte, bewegt sich dieser!
        Mit allergrößter Vorsicht klettere ich nun das Wandl wieder hinunter.
        167_Felswandl.JPG

        Mein nächstes Ziel ist der Kleine Steinkogel.
        Vom alten Kaiserweg lässt sich über Freiflächen leicht bis knapp unterhalb des latschenbewachsenen Gipfels zusteigen.
        171_AufstiegKleinerSteinkogel.JPG

        Kleiner Steinkogel, 1603 m, 15:00
        174_KleinerSteinkogelGipfel.JPG

        Rückblick Kleiner Helmeskogel.
        176_KleinerHelmeskogel.JPG

        Danach geht es wieder zurück zur Bergstation. Nach einer kurzen Einkehr und einem Besuch des neuen Feuerkogel-Gipfelkreuzes geht es auch schon wieder ins Tal hinunter.
        177_FeuerkogelGipfel.JPG



        Fazit Hochschneid: Ein recht interessanter Gipfel im Östlichen Höllengebirge. Die Hochschneid umfasst mehrere Erhebungen: Den Bergstations-Gipfel, 1748 m, mit improvisiertem Gipfelkreuz; den Hauptgipfel, 1752 m; sowie den Westgipfel, 1747 m.
        Die beste Aussicht hat man vom latschenfreien Bergstations-Gipfel. Hier findet man auch viele historische Relikte aus der Zeit, wo der Schlepplift noch bestand (Stützen, diverse Fundamente, Eisenteile, Geländekorrekturen, etc.).
        Der Zustieg ist eher mühsam. Der 820er wird dort verlassen, wo er die alte Schipiste vom Heumahdgupf runter quert. In der Lifttrasse zur Talstation des Hinteren Edltal-Lifts. Bei einem Jagdanstand beginnt ein gut ausgeprägter Steig, welcher vorbei an der Talstation des Hochschneid-Lifts führt. In der Gegend der ersten Stütze den Steig nach links verlassen, einen kleinen Hang aufwärts, dann nach Süden, bis man auf weitere Steigspuren trifft. Diese umgehen die erste "schottrige" Steilstufe, verlieren sich aber oberhalb der 2. Stütze. Hier beginnt ein weißes Kabel, welchem man direkt die Lifttrasse empor übers Flachstück, die Felskluft-Zone und die zweite "latschige" Steilstufe bis zur Bergstation folgt. Von der Bergstation nordseitig des Kammes durch große Latschengassen nach Westen, unterhalb des höchsten Punktes zum latschenbewachsenen Hauptgipfel. Am Aufstieg absolute Vorsicht auf Felsklüfte (eine Felskluft direkt neben der beschriebenen Idealroute)!

        Fazit Kleiner Helmeskogel: Ein unbedeutender Gipfel nördlich des Helmeskogels. Der Hauptgipfel hat eine Höhe von 1616 m.
        Zustieg entlang des neuen Kaiserweges, bis dorthin, wo der eigentliche Kaiserweg abzweigt. Ein paar Meter vorher zweigt nach links ein Steiglein ab. Über dieses und einen kurzen Latschenkampf zum Nordwandl, über dieses zur Schulter nördlich des Gipfels. Gute Aussicht. Vorsicht - das Wandl ist sehr brüchig!
        Den Hauptgipfel erreicht man eher, wenn man dem Steiglein weiter durch einen Sattel folgt, bis sich die Gasse verbreitert. Nach rechts in zwei kurzen Latschenkämpfen zu einer Freifläche in der Nähe des Gipfels.

        Fazit Kleiner Steinkogel: Ebenfalls ein unbedeutender Gipfel südlich des Steinkogels. Höhe 1603 m.
        Entlang des neuen Kaiserweges, bis nach links der alte Kaiserweg abzweigt. Von diesem links über Freiflächen bis knapp unterhalb des latschenbewachsenen Gipfels.



        Persönliches Fazit: Die Besteigung der Hochschneid ist nicht besonders einfach. Wegloser Aufstieg über 220 Hm in teils unübersichtlichem, meist nicht gut gangbaren Gelände mit Dolinen und Felsklüften... Ich bin froh, dass ich die Hochschneid bestiegen habe und nicht wieder besuchen muss. ​​​​​​​​​​​
        Kleiner Steinkogel und Helmeskogel - ebenso.
        Auf jeden Fall sehenswert sind allerdings sämtliche Schilift-Reste.

        Ganz erledigt ist die Gegend aber noch nicht - ich möchte mir noch ein paar entdeckte Steige in der Gegend genauer anschauen ​​​​ ​​​​​​​​​​​

        Eine kurze Frage noch an Gebietskenner: Weiß jemand, wo genau sich der Edltal-Unterstand (Höhle laut Hauzenberger) befindet? Seehöhe 1535 m, somit sollte die Höhle nicht unweit der zwei ehemaligen Talstationen liegen. Vor Ort habe ich aber nichts gefunden...

        Im Höllengebirge wird einem nie langweilig! ...

        LG
        Der mit den verrückten Ideen oder
        Der mit dem unaussprechlichen Benutzernamen
        Jgaordhelagenornres
        Gregor
        Zuletzt geändert von Jgaordhelagenornres; 08.09.2020, 19:57. Grund: Stilfehler, weitere Ausbesserungen
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        Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist - denn vorher gehörst du ihm. (Hans Kammerlander)
        Hergott, d' Hoamat is schee (Aufschrift am Gipfelkreuz der Reisalpe)
        Im Höllengebirge wird einem nie langweilig ! ... (mein Leitspruch)

        Kommentar


        • #5
          Grias di Gregor,

          danke für den informativen Bericht.
          Ich bin erst vor 2 Wochen auf die Hochschneid gestoßen, dass mir die auch noch fehlt. Das werde ich heuer noch nachholen. Ich habe meine Route bereits genau so geplant über die alte Skilifttrasse wie du. Da gibt es ja noch jede Menge alte Relikte.

          Bezüglich Höhle im Edltal habe ich folgendes gefunden: ist eine Excel-Tabelle: siehe hier

          Textpassage:
          Im Jahr 2014 begann der Verein für Höhlenkunde Ebensee in Kooperation mit weiteren österreichischen Höhlenvereinen mit der systematischen Erforschung von Höhlen im östlichen Abschnitt des Höllengebirges, eines Karstplateaus westlich von Ebensee (Oberösterreich). Während der Expeditionen in den Jahren 2014-2018 wurden mehr als 20 neue Höhlen dokumentiert und zahlreiche weitere Objekte als katasterwürdig vermerkt. 2016 wurde mit der versteckt in den Latschen gelegenen Hochschneid-Eishöhle (1567/172 a,b) ein beeindruckender Fund getätigt. Den Hauptzugang in die noch nicht zur Gänze erforschte Höhle stellt ein großräumiger Schacht dar. In 160 m Tiefe gelangt man in den mit zahlreichen Eisfiguren geschmückten Eissalon und zum vorläufig tiefsten Punkt der Höhle. Im Einstiegsschacht befindet sich ein rund 80 m mächtiger Eisblock. Radiokarbon-Datierungen an Holzresten ergaben, dass die tiefsten Schichten des Eises im 14. Jahrhundert n. Chr. gebildet worden sind. 2018 wurde mit der Historischen Höhle (1567/252) im Edltal eine Höhle mit einem niedrigen labyrinthischen Horizontalteil entdeckt. Eine Inschrift aus dem Jahr 1941 zeigt, dass die Höhle schon vor mehr als 70 Jahren vom Salzburger Höhlenforscher Walter von Czoernig- Czernhausen entdeckt worden war, anschließend aber in Vergessenheit geriet.
          lg, Manfred (manfredsberge.blogspot.com)

          Meine Tourenberichte auf gipfeltreffen

          Kommentar


          • #6
            Unglaublich wie gipfelreich das höllische Gebirg ist.
            Ich will dort schon lange den Kaiserweg rauf, ist sich bis jetzt noch nicht ausgegangen.
            Jedenfalls werden die Ziele immer mehr...


            L.G. Manfred

            Kommentar


            • #7
              Zitat von manfred1110 Beitrag anzeigen
              Unglaublich wie gipfelreich das höllische Gebirg ist.
              Aber leider halt auch sehr verlatscht

              Kommentar


              • #8
                Stimmt, "verlatschen" kann man sich dort nach Herzenslust.


                L.G. Manfred

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von Manfred9 Beitrag anzeigen
                  danke für den informativen Bericht.
                  Ich bin erst vor 2 Wochen auf die Hochschneid gestoßen, dass mir die auch noch fehlt. Das werde ich heuer noch nachholen. Ich habe meine Route bereits genau so geplant über die alte Skilifttrasse wie du. Da gibt es ja noch jede Menge alte Relikte.

                  Bezüglich Höhle im Edltal habe ich folgendes gefunden: ist eine Excel-Tabelle: siehe hier

                  Textpassage:
                  Im Jahr 2014 begann der Verein für Höhlenkunde Ebensee in Kooperation mit weiteren österreichischen Höhlenvereinen mit der systematischen Erforschung von Höhlen im östlichen Abschnitt des Höllengebirges, eines Karstplateaus westlich von Ebensee (Oberösterreich). Während der Expeditionen in den Jahren 2014-2018 wurden mehr als 20 neue Höhlen dokumentiert und zahlreiche weitere Objekte als katasterwürdig vermerkt. 2016 wurde mit der versteckt in den Latschen gelegenen Hochschneid-Eishöhle (1567/172 a,b) ein beeindruckender Fund getätigt. Den Hauptzugang in die noch nicht zur Gänze erforschte Höhle stellt ein großräumiger Schacht dar. In 160 m Tiefe gelangt man in den mit zahlreichen Eisfiguren geschmückten Eissalon und zum vorläufig tiefsten Punkt der Höhle. Im Einstiegsschacht befindet sich ein rund 80 m mächtiger Eisblock. Radiokarbon-Datierungen an Holzresten ergaben, dass die tiefsten Schichten des Eises im 14. Jahrhundert n. Chr. gebildet worden sind. 2018 wurde mit der Historischen Höhle (1567/252) im Edltal eine Höhle mit einem niedrigen labyrinthischen Horizontalteil entdeckt. Eine Inschrift aus dem Jahr 1941 zeigt, dass die Höhle schon vor mehr als 70 Jahren vom Salzburger Höhlenforscher Walter von Czoernig- Czernhausen entdeckt worden war, anschließend aber in Vergessenheit geriet.
                  Grias di Manfred,

                  gern geschehen!
                  Die Schilifttrasse ist halt der 'leichteste' Zustieg im Sommer dorthin. Vermutlich lässt sich der Gipfel im Winter mit Schiern leichter erreichen.

                  Danke für die Recherche über Höhlen in der Gegend des Edltals.
                  Die erwähnte Hochschneid-Eishöhle die riesige Höhle oberhalb des Kaiserweges sein. (47,798285 N; 13,708384 O) Siehe hierzu auch in der OSM sowie in Mapy.cz (Luftbild)



                  Zitat von manfred1110 Beitrag anzeigen
                  Unglaublich wie gipfelreich das höllische Gebirg ist.
                  Ich will dort schon lange den Kaiserweg rauf, ist sich bis jetzt noch nicht ausgegangen.
                  Jedenfalls werden die Ziele immer mehr...
                  Grias di Manfred,

                  laut meiner Liste gibt es derzeit 107 "wichtige" Gipfel im Höllengebirge.
                  Mit den drei neu bestiegenen Gipfeln bin ich bereits auf der Hälfte aller wichtigen Gipfel gestanden. Die wirklich anspruchsvolle Hälfte folgt aber erst


                  Zitat von maxrax Beitrag anzeigen
                  Aber leider halt auch sehr verlatscht
                  Zitat von manfred1110 Beitrag anzeigen
                  Stimmt, "verlatschen" kann man sich dort nach Herzenslust.
                  Deshalb passts auf, dass euch im verlatschten Höllengebirge nicht verlatschts!
                  Zuletzt geändert von Jgaordhelagenornres; 11.09.2020, 15:01. Grund: Link korrigiert
                  My Blogs > Meine bisher erstellten Tourenberichte

                  Ein Gipfel gehört dir erst, wenn du wieder unten bist - denn vorher gehörst du ihm. (Hans Kammerlander)
                  Hergott, d' Hoamat is schee (Aufschrift am Gipfelkreuz der Reisalpe)
                  Im Höllengebirge wird einem nie langweilig ! ... (mein Leitspruch)

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