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Grauer Böcksteinkogel, 2527m, Ankogelgruppe, 18.8.2014

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  • Grauer Böcksteinkogel, 2527m, Ankogelgruppe, 18.8.2014

    Gestern habe ich beschlossen, eine lang von mir geplante Tour umzusetzen. Die Rede ist vom Böcksteinkogel (auch Bocksteinkogl), den man während einer Wanderung im Kötschachtal ständig im Blick hat und der dabei wie ein Erker hervorragt.
    In der Früh geht es los, noch durch das im Schatten liegende Kötschachtal Richtung Prossau, hier bei der Himmelwandhütte mit Blick zum Ziel (rechts d. Bildmitte). Beim Berg rechts davon handelt es sich um den Tischlerkarkogel.



    Von der Prossau geht es zunächst zu den Tischlerkarfällen (Talschluss), und von dort auf luftiger Steiganlage (Bärensteig) durch die Steilwände. Im Hintergrund der Hölltorkogel:



    Eine Möglichkeit den Böcksteinkogel vom Tischlerkar zu besteigen, ist es, weglos das markante Band (Schrofen) in der plattigen Westwand zu traversieren. Bis dorthin mühsame Querung über Blöcke, Schutt und dichte Latschen.



    Blick vom Band ins untere Tischlerkar:



    In einem Linksbogen quert man bis auf ca. 2150m in die Nordflanke, von dort sieht man erstmals zur Prossau hinunter. Ab da beliebig durch das steile bis sehr steile Schroffengelände empor, bis man schräg rechts auf den kaum ausgeprägten NW-Grat queren kann.



    Über Blöcke zum höchsten Punkt (2527m):



    Blick zu den zwei Dreitausendern Tischlerkarkogel und Tischlerspitze, davor das stark zurückgegangene Tischlerkarkees. Der lange Grat links verbindet Böcksteinkogel und Steinachkogel (angeblich III+).



    Zoom Tischlerkarkopf, dieser lässt sich offenbar auch über den plattigen NW-Grat besteigen (Vordergrund):



    Auch der Keeskogel mit der Kleinelendscharte (Biwakschachtel Ali-Lanti) ist aus ungewohnter Perspektive zu sehen:



    Dann geht an den (langen) Abstieg zurück zum Grünen Baum über den Aufstiegsweg:



    Fazit: Lange Tour auf einen kaum betretenen Gipfel - zumeist weglos, etwa 6h ab Gasthof Reiterbauer zum Gipfel. Den Schwierigkeitsgrad (Klettern) würde ich mit max. II einschätzen (je nach Wegführung), die hauptsächlichen Schwierigkeiten liegen m.M. in der Orientierung beim Aufstieg, die beste Route ist jedoch von oben kommend stets ersichtlich.

    Lg

  • #2
    AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

    Gehts anderen auch so oder kann nur ich nichts von den Bildern sehen?
    Lg. helmut55

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    • #3
      AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

      Very nice!
      Gratuliere!
      Das wäre eine Tour ganz nach meinem Geschmack.

      @helmut55: ich kann die Bilder sehen.

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      • #4
        AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

        Sehr interessant! Auf den Böcksteinkogel wollte ich schon mehrfach (und von dort etwas weiter... ). Wurde immer durch Schlechtwetter vereitelt. Einmal konnte ich diesen "Bärensteig" nicht finden und bin hinten bei den Wasserfällen im "Pflanzendschungel" angestanden. Gibt es dort Steinmänner? Geht dieser Weg bei Blick zu den Wasserfällen eher auf der linken Seite, wie ich vermute?
        Eine Aufstiegsmöglichkeit hätte ich auch aus dem Kühkar, also von NO aus ausgespäht. Weißt du darüber etwas?
        Auch der Nordgrat auf den Keesnickelkogel (du hast ein schönens Bild davon) hätte mich gereizt. Weiß jemand etwas darüber?
        Danke für deinen Bericht!

        LG

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        • #5
          AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

          Hi,
          danke für die netten Rückmeldungen!
          Zitat von tauernfuchs Beitrag anzeigen
          Einmal konnte ich diesen "Bärensteig" nicht finden und bin hinten bei den Wasserfällen im "Pflanzendschungel" angestanden. Gibt es dort Steinmänner? Geht dieser Weg bei Blick zu den Wasserfällen eher auf der linken Seite, wie ich vermute?
          Der Einstieg zum Bärensteig befindet sich - so wie du richtig vermutest - östlich des namensgebenden großen Wasserfalls (Aufwärtsquerung unterhalb einer plattigen Wand). Einige verblasste rote Farbtupfer weisen den Weg, allerdings nicht auf den ersten Metern, um unkundige Spaziergänger abzuhalten. Die Markierungen enden dann so ca. in der Latschenzone oberhalb der Fälle, dort verlieren sich auch dann die Steigspuren, biegt man falsch ab, wird es dann auch schnell mühsam.
          Bezüglich An- und Aufstieg aus dem Kühkar bin ich leider überfragt, und was den Keesniglkogel angeht, den bin ich von Süden (Biwak Ali Lanti) einmal angegangen, ca. II, aber doch recht ausgesetzt und etwas bröselig. Nordgrat kenne ich demnach nicht, ist aber sicher nochmals schwieriger, der AV-Führer hilft da leider auch nicht weiter (mal wieder). Der Gratübergang vom Glaserer zum Kreuzkogel über den Hühnerkarkopf ist ja auch nie und nimmer Gehgelände/Stellen I.
          Hoffe etwas geholfen zu haben,
          lg
          Zuletzt geändert von 220; 22.08.2014, 17:21.

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          • #6
            AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

            Danke für die Info! In der Gegend werde ich demnächst wieder einmal "vorstellig"...

            LG

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            • #7
              AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

              Coole Tour, möcht auch schon lange mal da rauf.
              Hätte gerne di Fotos gesehn kann sie aber leider nicht öffnen. LG

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              • #8
                AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

                Originelle und lässige Tour

                Gratulation und Danke für deinen feinen Bericht!

                lG
                Martin
                Leuchtende Tage - nicht weinen, dass sie vergangen, sondern lächeln, dass sie gewesen!

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                • #9
                  AW: Grauer Böcksteinkogel 2527m, 18.8.14

                  Vielen dank für deine Gewaltigen Bilder, die sind echt der Hammer...

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                  • #10
                    AW: Grauer Böcksteinkogel, 2527m, Ankogelgruppe, 18.8.2014

                    Nun,
                    das Geheimnis eines Anstieges von Osten habe ich nun gelüftet! Ein Band führt aus dem höchsten Kühkar gleich rechts recht ange zum Nordgrat, der eine erstaunlich schöne Kletterei (II-III, je nachdem, wo man ihn erreicht) bietet.
                    Vom Gipfel wollte ich zum Steinbachkogel weiter. "Leicht" sollte die nächste Scharte erreichbar sein. Keine Rede davon. Vor einer wüsten Stelle, äußerst ausgesetzt auf einen Reitgrat zu, verm. mind IV+ hab ich umgekehrt. Einen Abstieg, Umgehung in der Südflanke gesucht, von oben keinesfalls leicht zu finden, teils heikel. Dann, buchstäblich an den letzten 2 Meter, wars ziemlich glatt. Aber ich fand eine Stelle, wo ich ca. 1 1/2 Meter ins leichte Gelände springen konnte. Kein Problem für einen Sportler! Jedoch - glatt gelandet, okay - aber plötzlich ein Schnalzer - und die Achillessehe war ab...
                    Mein weiterer Abstieg fand per Hubschrauber statt und den Bergsommer kann ich wohl abschreiben...

                    LG

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                    • #11
                      AW: Grauer Böcksteinkogel, 2527m, Ankogelgruppe, 18.8.2014

                      Ach du scheisse. Um Gottes Willen. Ich weiß dass tröstet gerade gar nicht, aber wenn sowas an anderer Stelle passiert, haette es auch verdammt böse ausgehen können. Sogesehen "nur " eine Verletzung die wieder heilt. Also Kopf hoch, nutz die zeit für Krafttraining und damit die Ausdauer nicht floeten geht empfehle ich schwimmen oder kayaken. Wirst sehen, du kommst stärker zurück als je zuvor. Wird wieder. Gute Besserung und nicht frustrieren lassen.

                      but i see direct lines

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