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Plöschmitzzinken, 2095 m; Hangofen, 2056 m; Lämmertörlkopf, 2046 m; Mössnakopf, 2077 m; 2.1.2023, N. Tauern

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  • Plöschmitzzinken, 2095 m; Hangofen, 2056 m; Lämmertörlkopf, 2046 m; Mössnakopf, 2077 m; 2.1.2023, N. Tauern

    Von Sölk/Fleiss/Spießschwaiger über SW-Kamm zum Plöschmitzzinken, Gratrunde bis Mössnakopf, Abstieg über gleich darauffolgenden NW-Kamm und Flanke zur Unteren Plöschmitzalm und Forstweg zurück.

    Das neue Jahr beschert uns leider keinen Schnee für Schitouren und so machen wir aus der Not eine Tugend:
    Gezielt wählen wir Regionen, wo uns noch möglichst wenig Schnee behindert!
    Das ist heuer auch nicht so einfach, denn der wenige Schnee ist zuvor anscheinend ohne Wind gefallen, d.h. die Grate sind leider kaum abgeblasen.
    Bei Traumwetter zuhause bleiben ist aber auch keine Option, also los!
    In der Gegend Donnersbach war ich wenige Tage zuvor. Dort werden wir auch wieder fündig. Hier eine Übersicht über unseren Weg:
    Pl-025.jpg

    Wir verfolgen kurze Zeit eine apere Forstraße. Das Gumpeneck beleuchtet bereits die Sonne, rechts noch im Schatten zeigt sich der Kühofenspitz:
    Pl-001.jpg
    Beide habe ich bereits öfters überschritten, siehe auch ein älterer Bericht:
    https://www.gipfeltreffen.at/forum/g...lzer-t-29-5-16


    Bald verlassen wir gebahnte Wege und verfolgen eine recht direkte Linie zum
    SW-Kamm. Bereits lichtet sich der Wald, Schneereste wie diese hier behindern uns kaum (Blick Richtung Knallstein)
    Pl-002.jpg

    In einer Lichtung zeigt sich das Gumpeneck mit seinem Südrücken:
    Pl-003.jpg
    Dort wäre der Aufstieg wohl etwas mühsamer gewesen.
    Hier erreichen wir aber eine Höhe von etwa 2000 Metern nahezu ungehindert.
    Was dann folgt, ist ein wunderbarer Schneegrat,
    Pl-004.jpg
    verziert von einigen Schaumrollen:
    Pl-005.jpg
    Diese werden wir bald überschreiten, doch zunächst noch ein Blick nach Süden.
    Von links nach rechts, immer dem Grat entlang soll unser Weg zum Lämmertörlkopf und weiter führen:
    Pl-006.jpg

    An verschneiten Gratkämmen gibt es meist eine Stelle, wo der Altschnee besser trägt (fast ein wenig so wie an einem Sandstrand). Mit ein wenig Gespür dafür kommen wir recht flott voran (links Gumpeneck und Kühofenspitz):
    Pl-007.jpg
    Und ungehindert streben wir dem Plöschmitzzinken zu:
    Pl-008.jpg

    Ein Blick zurück auf den eben begangenen Wächtenkamm. (Die Tiere vor uns haben sich wohl etwas weit hinausgewagt, wir waren nicht so „mutig“…):
    Pl-009.jpg

    Vom Gipfel wieder ein Blick nach Süden Richtung Hochweberspitze & Co. Über den Gratsporn, der etwas links der Bildmitte herabzieht, werden wir absteigen:
    Pl-010.jpg

    Schon lockt der nächste Zacken, der Hangofen:
    Pl-011.jpg

    Der Grat dorthin ist schmal und wir müssen schon etwas aufpassen. Jedoch gleich ist der Gipfel erreicht:
    Pl-012.jpg

    Ein Blick zurück über unseren hübschen Gratkamm, beginnend unter dem Knallstein:
    Pl-013.jpg

    Über die schmale Schneide zu wandeln ist genussvoll, etwas aufpassen heißt es natürlich schon:
    Pl-014.jpg
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von tauernfuchs; 16.01.2023, 20:36.

  • #2
    Auch dem weiteren Schneekamm zu folgen bereitet Vergnügen:
    Pl-015.jpg
    (Wir wollen noch bis zu seinem Ende am oberen rechten Bildrand.)
    Kleine Rückschau:
    Pl-016.jpg

    Dann folgt die kräftezehrende Schlüsselstelle zwischen den Latschen (rechts der Grimming):
    Pl-017.jpg
    Hier mussten wir durch, zum Lämmertörl, aber jetzt ist es geschafft!
    Abweichend vom markierten Weg schnappen wir uns die steilen, aber aperen Streifen und dann stapfen wir nur noch ein kurzes Stück Richtung Gipfelgrat:
    Pl-018.jpg

    Da ist er auch schon, der Lämmertörlkopf!
    Pl-019.jpg
    Jetzt können wir aufatmen und uns bereits in recht trockenem Fels bewegen.
    Als Nächstes wartet noch der Mössnakopf, gleich haben wir auch diesen erreicht.
    Blick zurück:
    Pl-020.jpg

    Weiter auf schmaler Schneide
    Pl-021.jpg
    und im Nachmittagslicht wartet nochmals ein kurzer Wächtenkamm, hin zum letzten Felskopf (Bildmitte):
    Pl-022.jpg
    Über die feine Hanglinie werden wir dann rechts runtergehen.

    Schon ist es soweit! Nach einem Gratkamm warten noch recht steile Schneehänge, ein Vorteil, wenn man ohne Schi absteigen muss. Noch kann man sie recht sicher abwärts schlurfend begehen.
    Pl-023.jpg


    Und es ist nun gar nicht mehr weit zur unteren Plöschmitzalm
    Pl-024.jpg
    von wo aus wir dem Schneeband der Forstrasse folgen werden, zurück zu unserem Ausgangsort, wo unsere nette Gratpartie endet.

    LG
    Zuletzt geändert von tauernfuchs; 16.01.2023, 20:35.

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    • #3
      Hallo Manfred,
      Wunderschöne Tour! Etwas ählinches möchte ich gerne schaffen, allerdings nur im Sommer.

      Zitat von tauernfuchs Beitrag anzeigen
      Hier erreichen wir aber eine Höhe von etwa 200 Metern nahezu ungehindert.
      Du meinst sicher 2000 Metern .
      LG aus DK
      Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe ist der Herr, der Himmel und Erde erschaffen hat (Ps 121). Gipfelkreuz Seespitze (3021 m), Venedigergruppe, Osttirol.

      Weitere Themen und Berichten von mir.

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      • #4
        Danke Herman! 2000 natürlich, schon ausgebessert...

        LG

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        • #5
          Sehr interessanter Bericht mit kreativer Routenwahl. Am Lämmertörlkopf gibt es jetzt ein Gipfelkreuz? Das muss neu sein, denn bei meinem letzten Besuch gab es nur eine Alustange. Dann muss ich wieder rauf, aber ich warte bis der Schnee weg ist.
          Besucht mich auf www.paulis-tourenbuch.at

          "Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein, und die Spatzen pfeifen lassen." -Don Bosco-

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          • #6
            Ich weiß dass es viele Skitourengeher nicht sonderlich freut, aber ich finde die Schneelage diesen Winter optimal . Noch.
            Sehr schön Tour. Gefällt mir. Kann mir gut vorstellen sie nachzugehen!
            Danke für die Inspiration ​​​​​​​

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            • #7
              Danke euch!

              Zitat von pauli501 Beitrag anzeigen
              Sehr interessanter Bericht mit kreativer Routenwahl. Am Lämmertörlkopf gibt es jetzt ein Gipfelkreuz? Das muss neu sein, denn bei meinem letzten Besuch gab es nur eine Alustange. Dann muss ich wieder rauf, aber ich warte bis der Schnee weg ist.
              Ja, das Kreuz war recht neu.
              Komisch eigentlich, dass der etwas höhere Mößnakopf (lt. OSM-karte) im alten Holl-Führer als Pleßnitzenkopf bezeichnet wird. In anderen Karten hat er überhaupt keinen Namen. Was wirklich gilt, weiß offenbar niemand und ich gewinne den Eindruck, dass die jüngere Generation sich kaum um historische Namen kümmert und ihnen einfach neue verpasst.
              Im Grunde egal, aber für einen Führer-Autor vielleicht schon ein Problem... Lustig finde ich ja, dass der nächstfolgende Gipfel, nach dem, wo wir abgestiegen sind als "Gipfel der Unverschämtheit" bezeichnet wird.

              Zitat von DieIris Beitrag anzeigen
              Ich weiß dass es viele Skitourengeher nicht sonderlich freut, aber ich finde die Schneelage diesen Winter optimal . Noch.
              Sehr schön Tour. Gefällt mir. Kann mir gut vorstellen sie nachzugehen!
              Danke für die Inspiration ​​​​​​​
              Mit dem Motivationswechsel Schitour/Winter-Gehpartie tue ich mir etwas leichter, weil ich lange auch keine Schitouren gegangen bin, sondern auch im Winter viel ohne Schi unterwegs war.
              Heute mache ich beides gern. Gar nicht leiden kann ich´s, wenn es im Sommer oder frühen Herbst hinein schneit. Dann bin ich einfach nicht bereit, winterliche Verhältnisse zu akzeptieren.

              LG

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              • #8
                wunderschön Manfred ,ich war heuer im Sommer dort !

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                • #9
                  Zitat von tauernfuchs Beitrag anzeigen
                  Gar nicht leiden kann ich´s, wenn es im Sommer oder frühen Herbst hinein schneit. Dann bin ich einfach nicht bereit, winterliche Verhältnisse zu akzeptieren.
                  Ja, das mag wohl kaum wer

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