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Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

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  • Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

    Da mein letzter Tourenbericht so großen Anklang gefunden hat, habe ich wieder eine Wanderung optisch für das Forum aufbereitet!

    Diesmal war ich am Scheiblingstein, dem zweithöchsten Gipfel der Haller Mauern (Teil der Ennstaler Alpen) unterwegs. Der Gipfel liegt an der Landesgrenze Oberösterreich - Steiermark. Die Route ist südseitig.

    Der Ausgangspunkt befindet sich ein paar Kilometer nördlich von Admont in Mühlau (749 m). Dort endet auch die Zufahrtsstraße bei einem bekannten Bildstock, siehe Foto.


    Die Wanderung ist an und für sich sehr schön und unschwierig, bei den derzeitigen Verhältnissen jedoch nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Im Winter muss es im Tal des Eßlingbaches ordentlich rund gegangen sein. Einige riesige Lawinen haben große Teile der Wanderung zerstört und das Landschaftsbild des ganzen Tales völlig verändert. Südseitig liegt der festgepresste Lawinenschnee bis unter 900 Meter Seehöhe herunter!

    Bereits wenige Minuten nach dem Verlassen des Ausgangspunktes musste ich den ersten Lawinenstrich passieren. Ich brauchte allein für diesen ersten Waldbruch fast eine Stunde, da viele hohe und instabile Baum- und Schneebrücken zu überwinden sind. Am Weg zur Langen Gasse sind drei oder vier solcher Schneisen längs zu passieren, was unglaublich zeitaufwendig und anstrengend ist, vorallem wenn man die Tour das erste Mal begeht und nicht die notwendige Ortskenntnis hat, um die Bruchzonen großräumig zu umgehen. Da sich die hingewürfelten Baumriesen samt dem darunter liegenden Eis noch nicht gesetzt haben, ist das Durchklettern der Lawinen gefährlich, da immer wieder große, schwere Bäume weiter hangabwärts rutschen! Die Lange Gasse weiter oben ist unversehrt.

    Die Verwüstungen sind besonders beim Aufstieg schwierig zu durchqueren, da in diesem Fall die Übersicht fehlt und man nur von kreuz und quer liegenden Bäumen umgeben ist. Hinunter geht es dann etwas besser, da man die Lawinenstriche besser durch den dichten, unwegsamen Wald umgehen kann.


    Routenverlauf: Mühlau (749 m) - Abzweigung zum Rohrauerhaus - Pyhrgashütte (unbwirtschaftet) - Lange Gasse - Scheiblingstein (2197 m)

    Zeitaufwand: Ich habe 4 1/4 Stunden benötigt. Im Führer sind 4 Stunden angegeben. Geht man die Tour zum ersten Mal und muss man sich durch die Lawinen kämpfen, steigt der Aufwand erheblich, da dann etliche Verhauer dazukommen.

    Ab etwa 1400 Meter Seehöhe lag Schnee. Teilweise (bis auf den abgeblasenen Gipfelhang) gibt es noch eine geschlossene Schneedecke.
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  • #2
    AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

    Die Haller Mauern zeigen sich in ihrer ganzen Pracht bereits bei der Abfahrt vom Gesäusepass (zu erreichen von der Anschlussstelle Trieben) nach Admont. In der Mitte der Große Pyhrgas, rechts daneben der Scheiblingstein.
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    • #3
      AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

      Der bekannte Bildstock am Fuße des Scheiblingsteins ist der Ausgangspunkt für die lange Wanderung in die Haller Mauern.
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      • #4
        AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

        Zuerst geht es völlig unschwierig ein paar Kilometer auf einer Forststraße dahin...
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        • #5
          AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

          ... bis man unvermittelt auf diese Bruchzone stößt, die man in Längsrichtung äußerst kraftraubend und nicht ungefährlich zu überwinden hat. Natürlich ist der ehemalige Wanderweg nicht mehr vorhanden und muss am Ende der Lawine wieder mühsam gesucht werden.
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          • #6
            AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

            Oberhalb davon geht es ein paar Minuten auf einem ordentlich Weg aufwärts zum leerstehenden Gehöft Gstattmaier. Man durchquert üppig blühende Blumenwiesen.
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            • #7
              AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

              Gleich darauf folgt der nächste Rückschlag und es gilt wieder, eine breite Schneise hinter sich zu bringen.
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              • #8
                AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

                Auch unterhalb der Pyhrgas-Jagdhütte steht kein Stein mehr auf dem anderen.
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                • #9
                  AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

                  Auch die Hütte in 1352 Metern Höhe lässt man rechts liegen.
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                  • #10
                    AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

                    Ein paar Meter weiter oben zeigt sich der Scheiblingstein aus einer neuen Perspektive. Doch der Weg ist noch relativ weit.
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                    • #11
                      AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

                      Diesen Berg hat man ständig im Rücken. Welcher ist das?
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                      • #12
                        AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

                        Vom Großen Pyhrgas grüßt das Gipfelkreuz herunter. Wie man sieht, hat es auch südseitig noch eine Menge Schnee.
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                        • #13
                          AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

                          Ab gut 1400 Meter Höhe gibt es noch eine geschlossene Schneedecke. Daher ist die Markierung auf weiten Strecken nicht zu finden, und gespurt ist sowieso nicht.
                          Aus diesen Gründen habe ich nicht den richtigen Einstieg in die Lange Gasse gefunden und bin ein Kar zu weit westlich (hier im Bild) aufgestiegen. Gamaschen wären nicht schlecht.
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                          • #14
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                            Blick durch das Kar nach unten.
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                            • #15
                              AW: Scheiblingstein (2197 m), Haller Mauern

                              Da ich durch die falsche Rinne aufgestiegen bin, musste ich an deren Ende eine steile Schneeflanke bzw. eine Wächte hochsteigen, um weiter in Richtung Gipfel zu gelangen. Ein Pickel wäre auf jeden Fall ratsam gewesen. Steigeisen benötigt man bei den aktuellen Verhältnissen absolut nicht, da der Schnee aufgefirnt ist.
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