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25.04.20 Otter-Überschreitung von Baumgarten, Semmering

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  • 25.04.20 Otter-Überschreitung von Baumgarten, Semmering

    • Wegführung: Baumgarten - Max-Haider-Steig - Steinerne Brücke (1151m) - Großer Otter (1358m) - Mitterotter (1297m) - Kleiner Otter (1327m) - Hinterotter - Baumgarten
    • Länge: 10,5 km
    • Höhenmeter (Aufstieg): 830 hm
    • Gehzeit Gesamt (inkl. Fotografierpausen): 6 Std. 24min (reine Gehzeit ca. 5,5 Std.)
    • Viecher: Schwalbenschwanz, 1 Katze

    Erste Wanderung außerhalb des Wienerwalds seit Ausbruch der Pandemie! Regelkonforme Anreise mit Wolfgang am rechten Rücksitz mit Maske. Erstmalig stand für mich die Überschreitung aller drei Otter auf dem Programm. Bei meinem ersten Besuch am 28. Oktober 2013 hatte ich den Kleinen Otter verfehlt, am 20. Dezember 2015 war ich nur am Kleinen Otter. Das Teilstück am Kamm zwischen Mitterotter und Kleinem Otter fehlte mir also noch. Wolfgang wollte dafür einmal von Süden aufsteigen.

    Wetterlage: Von Norden streifte eine inaktive Kaltfront, die vor allem trockenere Luft nachführte. Im Vorfeld flache Cumulusbewölkung, weniger dicht als erwartet, dazu eine kräftige Westnordwestströmung mit föhnigen Effekten, die vor allem am Nachmittag die verdreckte Pollenluft ausputzte.

    Bild 1: Start in Baumgarten mit hohen Altocumulus lenticularis.



    Bild 2: Hufeisenwolke, vielleicht bringts Glück.



    Bild 3: Wenige Häuser umfasst die Siedlung, teilweise aber sehr alt.



    Bild 4: Die saftig grünen Wiesen täuschen über die Trockenheit hinweg.



    Bild 5: Bei dieser Weide geht es bergauf am Hochstand vorbei.



    Bild 6: Der Beginn von Max-Haider-Steig ist durch diverse farbige Bänder, zahlreiche Steinmänner und Stoffblumen gekennzeichnet.



    Bild 7: "I hätt gern a Seidel!" - "Bast!"



    Bild 8: Der Steig ist immer gut erkennbar und sehr schön angelegt.



    Bild 9: Er durchquert die Felsrippen an der Südostflanke des Großen Otters und zieht dann am Kamm oder knapp rechts davon hinauf..



    Bild 10: Buchsblättrige Kreuzblume (Polygala chamaebuxus)



    Bild 11: Ausblick zum Stuhleck (1782m) mit letzten Schneeresten am Übergang zum Pfaffensattel.



    Bild 12: Der Kamm vom Stuhleck bis Sonnwendstein.

    Dort hab ich am 20. Februar 2016 meine ersten beiden Auerhähne gesehen. Ganz rechts teilweise verdeckt der Kleine Otter, unser dritter Gipfel am Nachmittag.



    Bild 13: Abbruchkante.

    http://www.wetteran.de

  • #2
    Bild 14: Beim Denkmal "Steinerne Brücke" endet der Max-Haider-Steig an einem Forstweg.



    Bild 15: Inschrift

    Wahrscheinlich ein Denkmal für eine der beteiligten Fabriken am Bau der Aspangbahn.



    Bild 16: Ein Zufallsfund, der mich sehr glücklich gemacht hat.

    Primula auricula (Aurikel), auch bekannt als Petergstemm. Das hab ich zuvor erst zwei mal fotografiert, zuletzt am 30.April 2016 am Kamm des Kaltenbergs (1302m), ebenfalls am Semmering. Davor am Grabnergupf auf der Rax (2015).



    Bild 17: Die ausgedehnte Gipfelwiese am Südhang des Großen Otters.

    Nicht im Bild die doch recht zahlreichen Wanderer im Gipfelbereich, ein Paar lag auf der Wiese, ein anderes zwischen den Bäumen. Drei junge Frauen und ein Mann mit Bierflasche lagen direkt beim Gipfel. Beim Übergang zum Mitterotter kamen uns noch drei Wanderer entgegen, danach war Schluss.



    Bild 18: Vom Sonnwendstein über die Schneealpe, Rax bis Schneeberg, unten rechts Gloggnitz.



    Bild 19: Vom Schneeberg über Gahns bis Hohe Wand.



    Bild 20: Größere Altschneefelder noch auf der Schneealm.



    Bild 21: Burg Wartenstein, erbaut im 12. Jahrhundert.

    Gut zu erkennen der älteste Teil der Burganlage mit dem romanischen Bergfried, die Wohngebäude sind etwas neuer.



    Bild 22: Auch die Burgruine Klamm bei Schottwien schaut knapp über den Grasberg, dahinter das Wagner-Viadukt.



    Bild 23: Am Gipfelkreuz wehte starker Nordwestwind, knapp unterhalb südseitig ließ es sich dagegen gut aushalten für eine längere Rast in der Sonne.



    Bild 24: Blick über den Kreuzberg ins Höllental, rechts Mittagstein und Feichterberg.

    Dahinter dunstig Obersberg, Türnitzer Höger und Hohenstein (50km entfernt).

    http://www.wetteran.de

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    • #3
      Bild 25: Beim Übergang zum Mitterotter sichte ich den ersten Frühlingsenzian (Gentiana verna).



      Bild 26: Diesen Baum hab ich schon im Oktober 2013 fotografiert und Wolfgang zuletzt im September 2019.



      Bild 27: Abstand halten in Zeiten von Corona nur für Menschen, dendrologische Intimitäten bleiben.



      Bild 28: Das schnuckelige Gipfelkreuz vom Mitterotter.



      Vor sieben Jahren ging ich am Kamm vom Mitterotter weiter, was ein Fehler war, denn dadurch geriet ich auf den Nordkamm und stieg zur Schanzkapelle ab. Inzwischen gibt es rote Markierungspunkte und einen Pfeil, die den richtigen Weg nach Südosten weisen. Anfangs steils, dann flacher in einen Sattel, ehe der langsame Anstieg zum Kleinen Otter beginnt.

      Bild 29: Wieder Seidelbast, der recht zahlreich im ganzen Wald wuchs.

      Der Waldgeruch war sehr intensiv, ein olfaktorisches Genusserlebnis. Untersuchungen zufolge steigern vor allem die ätherischen Öle der Nadelhölzer die Zahl der T-Zellen (Killerzellen) im Blut, was die Immunabwehr stärkt. In Zeiten wie diesen kein Fehler. Hüfts nix, schods nix, kostet a nix.



      Bild 30: Unterhalb vom Gipfel des Kleinen Otters.



      Die letzten Meter waren dann etwas beschwerlich durch in jüngere Zeit entwurzelte Bäume, die den Weg verlegt haben.

      Bild 31: Tragisch: Auch der Gipfelbaum wurde vom Sturm gebrochen, das kleine Gipfelkreuz hat einen neuen Platz erhalten.



      Bild 32: Gegenüber das Gahnsplateau mit Saurüssel, Schwarzenberg, dahinter Hoher Hengst.



      Bild 33: Zoom zum Hochschneeberg (Klosterwappen und Kaiserstein)



      Bild 34: Zoom zur Roten Wand, unterhalb die Gahnshauswiese.



      Bild 35: Göstritz bei Schottwien.



      Bild 36: Schwierig abzulichten: der Schwalbenschwanz (Papilio machaon).



      Bild 37: Kruzifix

      Knapp unterhalb befand sich ein Hinweistafel mit dem Alpinnotruf. Falls man keinen Empfang hatte, konnte man zumindest beten. Links die Inschrift mit dem Urvater des modernen Graffitos, Joseph Kyselak, der 1825 mit Pinsel, Schablone, Farbe und Rucksack durch Österreich zog. Hintergrundgeschichte: https://www.zeit.de/2007/15/A-Kyselak?page=1



      Bild 38: Auch hier Frühlingsenzian.

      http://www.wetteran.de

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      • #4
        Bild 39: Ups.



        Bild 40: Abstieg über Hinterotter, gegenüber das Alpl (1499m), der nördliche Teil des Wechsels.

        Den hatte ich mir schon als Schneeschuhgipfel überlegt gehabt, immerhin gute 800 Höhenmeter ab Baumgarten.



        Bild 41: Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)



        Bild 42: Friedliche Landschaft.



        Bild 43: Das Spiel mit den Linien.



        Bild 44: Otterhof in Hinterotter.

        Darüber gefunden hab ich leider nichts.



        Bild 45: Luxusgezwitscher am Bauernhof weiter unten.



        Bild 46: Rote Lichtnelke.



        Bild 47: Nein? Doch! Oh!



        Bild 48: Abstecher nach Kirchberg am Wechsel zur gotischen Wolfgangkirche aus dem 15. Jahrhundert.

        Kunstvolles Spitzbogenportal an der Nordseite.



        Bild 49: Das prächtige Westportal.



        Bild 50: Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum)



        Bild 51: Kirchberg am Wechsel, unweit befindet sich der momentan tragische Ort St. Corona am Wechsel.



        Bild 52: Hier ließe es sich durchaus aushalten bis zum Sonnenuntergang.



        Den Tag perfekt genutzt, sehr schön auch die Sichtung der obligatorischen Katze. Keine Kontrollen am Hin- oder Rückweg. Ein Rettungshubschrauber war am Nachmittag zu sehen, der vom Semmering her Richtung Wiener Neustadt flog.

        Danke Wolfgang für die ausgezeichnete Idee, der Südanstieg gefällt mir mit Abstand am besten. Jetzt fehlt nur noch der resche Westgrat auf den Kleinen Otter.

        Auch den vorgelagerten Grassberg möchte ich gerne noch einmal ersteigen, evtl. als Überschreitung von Schottwien über Schlagl zum Raachberg.

        Gruß,Felix
        http://www.wetteran.de

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        • #5
          Wunderbarer Bericht und Text mit fantastischen Bildern :-)
          Schöne Frühlingsblumen
          LGr. Pablito

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          • #6
            Da habt Ihr rübergeschaut in die Gegend, wo ich am Tag zuvor unterwegs war: Gahns und Rote Wand. Den Südanstieg kenne ich noch nicht, sollte ich auch mal gehen. Und am Mitterotter hab ich mich vor etlichen Jahren auch verhaut. Der Weiterweg leicht rechtshaltend ist sehr verlockend. Schöne Gegend und so viele schöne Blumen habt Ihr gesehen!
            LG, Eli

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            • #7
              Schöne Beschreibung einer schönen Wanderung in einer wirklich schönen und interessanten Gegend up.jpg

              Zitat von Exilfranke Beitrag anzeigen
              .... Jetzt fehlt nur noch der resche Westgrat auf den Kleinen Otter. ...
              Sicherlich der schönste und interessanteste Anstieg auf den Kleinen Otter. Aber bei schlechten Verhältnissen nicht zu unterschätzen!

              lg
              Norbert
              Meine Touren in Europa
              ... in Italien
              Meine Touren in Südamerika
              Blumen und anderes

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              • #8
                Zitat von Exilfranke Beitrag anzeigen
                Jetzt fehlt nur noch der resche Westgrat auf den Kleinen Otter.
                Zitat von csf125 Beitrag anzeigen
                Sicherlich der schönste und interessanteste Anstieg auf den Kleinen Otter. Aber bei schlechten Verhältnissen nicht zu unterschätzen!
                Aber die Standplätze sind gut eingebohrt.
                100_9272.JPG

                LG Rudolf
                _________________________________________
                Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit,
                die wir nicht nutzen. (Seneca)

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                • #9
                  Servus Felix,

                  vielen Dank für deinen gewohnt ausführlichen und instruktiven Bericht!
                  Morgen werde ich noch einige meiner Bilder dazu stellen.

                  Auch ich habe den Tag gestern sehr genossen.
                  Der Max-Haider-Steig ist bei einem ganzen Tag Zeit und außerhalb der Wintersaison fraglos der interessanteste und abwechslungsreichste Anstieg auf den Großen Otter. Und er ist in der OpenStreetMap so genau eingezeichnet, dass auch der untere Einstieg problemlos zu finden ist.
                  Die Nordanstiege von Schlagl mit ihrem hohen Forstweganteil bieten sich natürlich bei Schneelage oder (auch wegen des hoch gelegenen Ausgangsorts) für Halbtagestouren besser an.

                  Im Unterschied zu den zwei Nachbargipfeln war ich auf dem Kleinen Otter schon über fünf Jahre nicht mehr.
                  Im Gipfelbereich haben diverse Stürme mehrere große Bäume entwurzelt. Auf dem letzten Abschnitt des Ostanstiegs blockieren sie den Weg etwas. Und am Gipfel direkt steht unter anderem der Baum nicht mehr, an dessen Stamm früher das kleine Gipfelkreuz angebracht war. So steckt ein ganz kleines Metallkreuz (noch niedriger als jenes auf dem Mittelotter ) nun oben an einem abgebrochenen Stamm. Durch die Lücken im Baumbestand nördlich des Gipfelkamms bieten sich dafür deutlich mehr Durchblicke als früher zum Schneeberg.

                  Wo die steile Wegspur vom Kleinen Otter nach Süden auf den Karrenweg stößt, steht nun unerwarteterweise ein Holzschild mit der Aufschrift "ACHTUNG! Begehen Verboten".
                  Nun, wenn man dort gerade heruntergekommen ist, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen...
                  Ich hätte im Abstieg keinen speziellen Grund für dieses Verbot (z.B. umfangreichen Windbruch, Waldarbeiten etc.) erkennen können.
                  Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 28.04.2020, 23:27.
                  Lg, Wolfgang


                  Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                  der sowohl für den Einzelnen
                  wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                  (David Steindl-Rast)

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                  • #10
                    Kenne den Großen Otter bereits, doch diese Version ist mir neu.
                    Regt zum Nachahmen an.
                    Lg. helmut55

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                    • #11
                      Wie versprochen, folgen hier noch einige meiner Bilder unserer gemeinsamen Otter-Überschreitung am vergangenen Samstag.

                      Ungeachtet aller Trockenheit geizt das Frühjahr auch in den Tälern der Semmeringregion nicht mit den schönsten Farben.
                      Ziemlich genau über dem Gehöft Ofner steht der Kleine Otter, und links lugt auch der Sonnwendstein noch drüber.
                      07-GehöftOfner.jpg

                      Im unteren Abschnitt ist der Max-Haider-Steig absolut nicht zu übersehen; da wären die ergänzenden kleinen Steinmännchen gar nicht nötig.
                      Weiter oben, wo der Steig zum Teil deutlich schmäler ist, sind sie - ebenso wie gelegentliche Richtungspfeile - sehr wohl eine zusätzliche Orientierungshilfe.
                      10-MaxHaiderSteig.jpg

                      Nach der Querung des felsdurchsetzten Südkamms zum Großen Otter führt der Steig zunächst etwas weiter östlich im Wald steil bergauf und dann wieder an den Grat heran.
                      Von einigen Felsbildungen bieten sich schöne freie Ausblicke. Unten im schmalen Tal liegt die Gemeinde Trattenbach, genau vor dem Großen und Kleinen Pfaff im Hintergrund. Rechts darüber natürlich das Stuhleck.
                      19-Trattenbach-GrKlPfaff-Stuhleck.jpg

                      Bei dem ungewöhnlichen alten Bildstock der "Steinernen Brücke" quert eine Forststraße. Ab hier wäre der Gipfel des Großen Otters auch in langen Forststraßenkehren zu erreichen. Netter ist es natürlich, auf deutlichen Wegspuren weiterhin dem Kamm zu folgen. Die Steigung ist wesentlich geringer als im unteren Teil, ein paar Felsbildungen finden sich aber weiterhin. So ergibt sich einmal dieser Durchblick.
                      24-Durchblick.jpg

                      Bei meinem fünften Besuch des Großen Otters in den letzten acht Jahren nähere ich mich dem Gipfelkreuz erstmals über die große Lichtung von Süden.
                      Bereits knapp unter dem Kamm sitzt man weitgehend gegen den lebhaften Nordwestwind geschützt. Wir werden es den vier Wanderern bald nachmachen.
                      29-GroßerOtter-Gipfel.jpg

                      Als Folge der schwachen Kaltfront ist es noch leicht dunstig. Aber der Blick vom Großen Otter über Grassberg und Kreuzberg zum Höllental zwischen Rax und Schneeberg ist jedes Mal wieder schön.
                      44-BlickRaxalpe-HöllentalSchneeberg.jpg

                      Zoom über die typische Semmering-Landschaft zur Heukuppe und einem Teil des Schneealpen-Plateaus.
                      Im Mittelgrund sind mit dem Kaltenberg und der Pollereswand - zumindest - zwei Berge zu sehen, die Felix mir voraus hat (die aber noch auf meiner Wunschliste stehen).
                      39-ZoomSemmering-SchneealpeHeukuppe.jpg

                      Eine der zahllosen Varianten des Heukuppen-Blicks.
                      40-ZoomHeukuppe.jpg

                      Bereits seit Jahren fasziniert mich, dass dieser hohe Nadelbaum mit dem auffällig krummen Stamm trotz seiner ungeschützten Position auf der Wiese zwischen Großem Otter und Mitterotter überleben kann. Ich fotografiere ihn diesmal von der anderen Seite, mit dem Erzkogel im Hintergrund.
                      50-KrummerBaum-Erzkogel.jpg

                      Ebenfalls seit Jahren gilt für das Kreuz auf dem Mitterotter, dass man für eine Nahaufnahme vor ihm in die Knie gehen muss.
                      53-Mitterotter-GipfelkreuzFelix.jpg

                      Auf dem Schlussteil des Ostkamms zum Kleinen Otter und auch im unmittelbaren Gipfelbereich ist leider nicht zu übersehen, dass diverse Stürme der letzten Jahre mehrere große Nadelbäume umgelegt haben.
                      63-KleinerOtter-Gipfel.jpg

                      Konkret gilt das vor allem auch für den hohen, nahezu astlosen Baum, an dessen Stamm seit etlichen Jahren das Gipfelkreuz des Kleinen Otters angebracht war. So musste ein neuer Platz auf einem Baumstumpf gefunden werden.
                      60-KleinerOtter-Gipfelkreuz.jpg

                      Dafür ist die Aussicht vom Kleinen Otter nach Norden nun durchlässiger und ermöglicht komplette Durchblicke zum Hochschneeberg.
                      66-DurchblickEng-Hochschneeberg.jpg

                      Knapp unter dem Kummerbauern entscheiden wir uns für den direktesten Abstieg zurück nach Baumgarten. Ich bin diesen von mehreren großen Gehöften geprägten Weg ohnehin noch nie gegangen, und zudem werden mit fortschreitendem Nachmittag die Wolken immer weniger und die Farben immer kräftiger.
                      Auf diesem Foto zum Südkamm des Großen Otters über dem Gehöft Hinterotter habe ich die (ungefähre) Route des Max-Haider-Steigs eingezeichnet. Im punktierten Abschnitt verläuft er etwas hinter dem Kamm, führt dann von Osten wieder an ihn heran und erreicht bei der "Steinernen Brücke" die an der Schneise erkennbare Forststraße.
                      78-GehöftHinterotter-SüdkammGrOtter.jpg

                      Unser Schlussabschnitt durch die farbenprächtige Frühlingslandschaft ist nochmals eine wirkliche Freude.
                      Ich nehme sehr an, dieser Baum wird einmal Äpfel tragen.
                      85-Apfelbaum-Blüten.jpg


                      Fazit

                      Bei einem ganzen Tag Zeit und außerhalb der Wintersaison ist der Südanstieg über den Max-Haider-Steig m.E. die interessanteste Möglichkeit, den Großen Otter zu erreichen: abseits aller Forststraßen und bis zum unmittelbaren Gipfelbereich zudem sicher mit viel Platz und Ruhe.
                      In Summe bieten die drei Otter-Gipfel durch ihre vielen Routenvarianten und die Vielfalt unterschiedlichster Wegabschnitte stets lohnende Möglichkeiten zu Wanderungen - und mit dem Großen Otter obendrein einen erstklassigen Aussichtsplatz.

                      Nun fehlt auch mir nur mehr der "resche Westgrat" zum Kleinen Otter (am liebsten mit einem in solchem Gelände erfahrenen Guide),
                      dann hätte ich alle Routen erkundet, die mich interessieren.
                      Zugleich gehe ich davon aus, dass es mich auch danach immer wieder auf - zumindest - einen der Otter ziehen wird.

                      Felix, vielen Dank für den gemeinsam verbrachten Tag, den auch ich sehr genießen konnte!
                      Zuletzt geändert von Wolfgang A.; 27.04.2020, 21:35.
                      Lg, Wolfgang


                      Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                      der sowohl für den Einzelnen
                      wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                      (David Steindl-Rast)

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                      • #12
                        Da habt ihr einen wunderschönen Tag auf den 3 Ottern verbracht. (Schade, dass es sich diesmal für mich nicht ausgegangen ist.)

                        Danke Wolfgang für die ergänzenden Bilder, da ist auch der erhoffte Zoom-Blick zur Rax dabei, der mir gut die Schneesituation zeigt. Ich fürchte, aus dem angedachten Figln am Freitag wird's nicht nur aus Wettergründen nichts werden.

                        LG, Günter
                        Meine Touren in Europa

                        Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.
                        (Marie von Ebner-Eschenbach)

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                        • #13
                          Das Gebiet am Otter war ja reichlich markiert früher. Bin von Trattenbach über den Alpkogel und Sonnwendstein zum Otter gegangen. Aber ab dem Kummerbauerstadel dann auf dem eingezeichneten Wanderweg zum Gr Otter und über die markierte Forststraße bei der Steinernen Brücke vorbei wieder runter.
                          Dabei ist mir in dem Bereich nirgends eine Markierung untergekommen, und meine Karte hat sogar diesen von Euch begangenen Steig verschwiegen. Das ist ja fast so ärgerlich wie das Betreten-Verboten Schild!

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von mountainrabbit Beitrag anzeigen
                            Danke Wolfgang für die ergänzenden Bilder, da ist auch der erhoffte Zoom-Blick zur Rax dabei, der mir gut die Schneesituation zeigt. Ich fürchte, aus dem angedachten Figln am Freitag wird's nicht nur aus Wettergründen nichts werden.
                            Servus Günter,
                            in der Langermannrinne (nicht mehr auf dem Foto) liegt aktuell weniger Schnee als im letzten Jahr am Pfingstsonntag (!).
                            So wie es aus der Distanz aussah, endet das durchgehende Schneeband bereits knapp oberhalb des Göbl-Kühn-Steigs.
                            Je näher dem Ostrand der Alpen, desto schneeärmer war der gesamte Winter 2019/20.


                            Zitat von bluehouse3843
                            Das Gebiet am Otter war ja reichlich markiert früher. Bin […] ab dem Kummerbauerstadel dann auf dem eingezeichneten Wanderweg zum Gr Otter und über die markierte Forststraße bei der Steinernen Brücke vorbei wieder runter.
                            Dabei ist mir in dem Bereich nirgends eine Markierung untergekommen, und meine Karte hat sogar diesen von Euch begangenen Steig verschwiegen. Das ist ja fast so ärgerlich wie das Betreten-Verboten Schild!
                            Hallo Andreas,
                            interessant, wenn du schreibst, dass es früher zahlreiche Markierungen im Bereich der Otter-Gipfel gab!
                            In den letzten acht Jahren kann ich mich an keine mehr erinnern, sehr wohl aber im Anstieg von Schlagl an mehrere gelbe Tafeln (für den "Otter-Rundweg" R4 sowie seit kurzem auch den "Wanderweg Kleiner Otter" R7).
                            Auf dem Mitterotter, wo man bis vor einigen Jahren von Osten kommend den weiteren Weg zum Kleinen Otter leicht übersehen konnte und dann ungewollt auf den Nordrücken geriet, weisen nun rote Pfeile bereits knapp vor dem kleinen Gipfelkreuz auf den steilen Abstieg nach links hin.
                            Das Schild, das den südseitigen Aufstieg zum Kleinen Otter verbieten will, kannte ich noch nicht. 2014 stand es sicher noch nicht dort.

                            Im Verlauf des Max-Haider-Steigs sind zweimal an Baumstämmen kleine Tafeln mit seinem Namen angebracht. Die OSM gibt auch in dieser Hinsicht die Fakten ganz korrekt wieder. Insofern weiß ich keinen speziellen Grund dafür, warum die gängigen Standardkarten den Steig überhaupt nicht anführen.
                            Lg, Wolfgang


                            Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                            der sowohl für den Einzelnen
                            wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                            (David Steindl-Rast)

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                            • #15
                              Zitat von Exilfranke Beitrag anzeigen
                              Jetzt fehlt nur noch der resche Westgrat auf den Kleinen Otter.
                              Zitat von csf125 Beitrag anzeigen
                              Sicherlich der schönste und interessanteste Anstieg auf den Kleinen Otter. Aber bei schlechten Verhältnissen nicht zu unterschätzen!
                              Du meinst so?

                              c_DSCN5828.jpg

                              Halb so wild...
                              Zuletzt geändert von maxrax; 29.04.2020, 12:21.

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