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Zweiteinfachster 6'000er, welcher ist das? Acotango?

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  • Zweiteinfachster 6'000er, welcher ist das? Acotango?

    An anderer Stelle fragte ich nach dem einfachsten 6'000er, das ist offenbar der Uturuncu. Nun fragen meine Kameraden, ob wir nicht gleich einen zweiten besteigen wollen, wenn wir schon mal akklimatisiert sind. Der Acotango scheint mir der zweiteinfachste zu sein. Ist das so? Oder gibt es einfachere? Einfach bezieht sich auf Technik und Kondition. Weniger wichtig ist die Erreichbarkeit per Auto, wir sitzen gerne ein paar Std. länger im Auto.

    Wir planen die Besteigungen im Mai/Juni 24. Die Aussagen bzgl. Schnee auf dem Acotango sind widersprüchlich. Einige behaupten, er habe heutzutage auf dem Weg keinen Schnee mehr, man braucht keine Steigeisen (analog Kili). Kann dazu jemand eine aktuelle Aussage machen?

    Meine Kameraden hatten z.T. noch nie Steigeisen an den Füssen, daher die Rückfrage.

  • #2
    Es gibt doch bestimmt Leute hier, welche den Acotango kennen. Danke für euer Feedback.

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    • #3
      Ehrliche Antwort: Nicht unbedingt, weil wenn man sich der Gegend rumtreibt, macht man halt eher den Sajama oder Parinacota. So ging's zumindest mir und ich war ja schon mal da und musste auch erstmal schauen, wo der Acotanco so ist. Ist halt auch eine recht einsame Gegend da, weil dort fast nicht wächst.

      Viele Liebe Grüße von climby
      Meine Nachbarn hören Metal, ob sie wollen oder nicht

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      • #4
        Interessant. Vielleicht findet sich ja doch noch jemand, der den Acotango kennt. Die Frage, ob Steigeisen nötig sind oder nicht, interessiert meine Jungs.

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        • #5
          Zitat von Hochsitz Beitrag anzeigen
          Interessant. Vielleicht findet sich ja doch noch jemand, der den Acotango kennt. Die Frage, ob Steigeisen nötig sind oder nicht, interessiert meine Jungs.
          Steigeisen können auf jeden Fall nicht schaden. Das größte Problem in dieser Region ist oft das Büßereis, wie ich es gegenüber am Parinacota 6342 m erleben durfte.

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          • #6
            für Büßereis braucht man zwar keine Steigeisen, dafür heißt es nicht umsonst so. Ich habe es als sehr anstrengend empfunden, durch Büßereis zu gehen. Aus eigener Erfahrung: tausend m höher und Steigeisen ist weitaus angenehmer, als durch Büßerschnee zu koffern

            (ich weiß, ist tages- und verhältnisabhängig, und Büßerschnee ist nicht gleich Büßerschnee, die Tendenz habe ich jedenfalls so wahrgenommen)

            ich würde Büßerschnee jedenfalls lieber vermeiden.

            ich will da jetzt kein Fass aufmachen, aber die Bereitschaft (und Fähigkeit), sich Steigeisen auf die Füße zu schnallen, würde ich bei 6.000ern doch als wesentlich voraussetzen. Sagt ja auch ein wenig über die bisherige Erfahrung mit Hochtouren und hohen Bergen aus und damit auch über Erfahrung mit Akklimatisation, Gehen in größeren Höhen, Vermeiden von Überpacen in der Höhe, Umgang mit langen Strecken bzw großen Höhendifferenzen usw - das ist ja alles auch auf eisfreien hohen Bergen in Lateinamerika wesentlich. Ich glaub nicht, dass ich mit jemandem auf einen 6.000er gehen würde, der diese Erfahrung nicht aufbringt. Und ich war doch schon (mit einer Ausnahme eigenverantwortlich) mit wechselnden Tourenpartnern auf einigen höheren Bergen

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            • #7
              Büßereis ist extrem fies, man muss das "lieben". ich habe für die letzten 1000 Hm am Coropuna 6425 m in Peru 11 Stunden gebraucht, jeder Eiszapfen war einen Meter hoch, also gefühlte 2000 HM, je nach Jahreszeit oder Wetterverlauf kann man aber hoffen, dass die kleinen Nordchilenen eisfrei sind, das ist jedes Jahr anders............

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              • #8
                Ja, Büssereis wäre natürlich noch mühsamer, keine Frage. Umso wichtiger die Frage, ob es überhaupt Schnee und Eis hat. Wir planen den Trip im Mai/Juni 24, das ist Winterbeginn. Ich meine, dann sei das Schnee-Niveau am tiefsten. Oder irre ich da?

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                • #9
                  Servus,
                  Was ist der Grund warum ihr Steigeisen ausschließt? Warum wollt ihr keine mitnehmen?
                  So schwer sind sie nicht und im Aufgabegepäck ist es auch kein Problem sie im Flieger mitzunehmen.
                  Die höheren Berge in den Anden die ich besucht habe waren eher mit leichten Ostalpen 3000ern vergleichbar. Aber auch in Ecuador schneit es im Sommer manchmal bis auf 4000m runter. Dann sind Steigeisen halt schon sinnvoll.
                  LG Martin
                  Alle meine Beiträge im Tourenforum

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                  • #10
                    Hier im Forum findest Du meinen Artikel vom Acotango: https://www.gipfeltreffen.at/forum/gipfeltreffen/trekking-expeditionen/reise-expeditionsberichte/s%C3%BCdamerika-antarktis/82083-acotango-einsamer-6000er-in-bolivien

                    An anderer Stelle fragte ich nach dem einfachsten 6'000er, das ist offenbar der Uturuncu. Nun fragen meine Kameraden, ob wir nicht gleich einen zweiten besteigen wollen, wenn wir schon mal akklimatisiert sind. Der Acotango scheint mir der zweiteinfachste zu sein. Ist das so? Oder gibt es einfachere? Einfach bezieht sich auf Technik und Kondition. Weniger wichtig ist die Erreichbarkeit per Auto, wir sitzen gerne ein paar Std. länger im Auto.

                    Wir planen die Besteigungen im Mai/Juni 24. Die Aussagen bzgl. Schnee auf dem Acotango sind widersprüchlich. Einige behaupten, er habe heutzutage auf dem Weg keinen Schnee mehr, man braucht keine Steigeisen (analog Kili). Kann dazu jemand eine aktuelle Aussage machen?

                    Meine Kameraden hatten z.T. noch nie Steigeisen an den Füssen, daher die Rückfrage.


                    Das Besteigen des Uturuncu ist recht einfach, aber komm einmal hin zu dem Berg! Es ist eine tagelange Anreise im Geländewagen durch eine extrem wilde und einsame Gegend. Wenn der Wagen liegenbleibt, wäre ein Begleitfahrzeug fein... Dort gibt es keinen Pannendienst, kein Handynetz, keine Beschilderungen, nicht einmal Straßenkarten (mein Wissensstand ist von 2013). Früher konnte man am Uturuncu bis auf etwa 5700 M. rauffahren - aber wie ist die Schotterpiste heute beisammen? Wer traut sich zu, den Wagen dort heil rauf und wieder runter zu bringen?
                    Zum Acotango: Ohne Steigeisen wären wir dort 2013 nicht auf den Gipfel gekommen. Kann jedoch heute - je nach vorherigem Wetter - anders sein. Aber auch am Acotango war die Anreise für uns sehr herausfordernd. Die Piste rauf mussten wir erst einmal finden und weiter oben war sie dann zwar gut in Schuss, aber vereist... Das war auch im Juni.

                    Schließlich noch: Spanisch lernen!!! Antibiotika mitnehmen!!! Oder vielleicht doch lieber beim ersten Mal nach Chile fahren, wo alles um Welten einfacher ist (tanken, Auto versichern, medizinische Versorgung...) und von wo aus man den Acotango ebenfalls besteigen kann.

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                    • #11
                      Zitat von waldrauschen Beitrag anzeigen
                      Servus,
                      Was ist der Grund warum ihr Steigeisen ausschließt? Warum wollt ihr keine mitnehmen?
                      LG Martin
                      Wir wollen sie nicht ausschliessen oder nicht mitnehmen. Wir wollen wissen, ob es sie braucht oder nicht. Falls sie eventuell nötig sind, werde ich meinen Jungs sagen, sie sollen mal damit trainieren, bevor es auf 6'000 geht.

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                      • #12
                        Zitat von roxfox Beitrag anzeigen
                        Hier im Forum findest Du meinen Artikel vom Acotango: https://www.gipfeltreffen.at/forum/gipfeltreffen/trekking-expeditionen/reise-expeditionsberichte/s%C3%BCdamerika-antarktis/82083-acotango-einsamer-6000er-in-bolivien



                        Das Besteigen des Uturuncu ist recht einfach, aber komm einmal hin zu dem Berg!
                        Zum Acotango: Ohne Steigeisen wären wir dort 2013 nicht auf den Gipfel gekommen. Kann jedoch heute - je nach vorherigem Wetter - anders sein. Aber auch am Acotango war die Anreise für uns sehr herausfordernd. Die Piste rauf mussten wir erst einmal finden und weiter oben war sie dann zwar gut in Schuss, aber vereist... Das war auch im Juni.
                        Wir gehen in einer organisierten Tour, mit Guide für 2 Wochen, inkl. Akkli-Programm. Anreise, Fahrzeug, Weg finden.... alles nicht unser Problem.
                        Danke für den Super Bericht zum Acotango. Wenn sich nicht sehr viel geändert hat, braucht es somit Steigeisen, zumindest im Rucksack. Das ist völlig OK so.

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