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Tourengeher nicht mehr willkommen? Räumverbot für Pyhrnpass-Parkplätze

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  • Tourengeher nicht mehr willkommen? Räumverbot für Pyhrnpass-Parkplätze

    https://www.nachrichten.at/oberoeste...box=1548402099

    SPITAL AM PHYRN. Bundesforste klagen über "ausufernden Massentourismus" und Schäden für Wälder und Tiere.



    Die Skitouren zum Lahnerkogel (im Bild) und auf den Angerkogel sind wegen der nicht geräumten Parkplätze nur mehr begrenzt möglich. Bild: Haijes





    Es seien einfach zu viele geworden, sagt Peter Jäger, Leiter des Forstreviers Pyhrn. Mindestens 100, manchmal sogar 200 Autos pro Tag, die an den Hängen von Lahner- und Angerkogel geparkt haben. In diesen Tagen sind es höchstens drei. So viele Parkplätze sind am Pyhrnpass derzeit von den Schneemassen befreit. Wer glaubt, die Straßenmeisterei Kirchdorf habe auf die übrigen vergessen, der irrt.

    "Der Großteil der Parkplätze am Pyhrnpass liegt auf dem Gebiet der Bundesforste. Wir haben sie bislang aus Wohlwollen geräumt. Das wurde uns aber jetzt untersagt", sagt Dienststellenleiter Raffael Gittmaier. Strafen für Falschparker


    Die Gründe seien "der ausufernde Massentourismus und all seine Folgen", wie Peter Jäger sagt. "Einige der Tourengeher halten sich an nichts. Sie befahren unsere Aufforstungsflächen und beschädigen sie stark. Die Tiere haben keinen Quadratmeter Rückzugsgebiet mehr. Manche Wintersportler gehen sogar über abgestellte Autos und machen Bilder davon. Wir sehen nicht ein, warum wir dafür weiterhin unsere Parkplätze zur Verfügung stellen sollen", sagt Jäger. Darum habe man sich für einen rigorosen Schritt entschieden: Die Parkplätze werden im heurigen Winter nicht mehr geräumt.
    Besucht mich auf www.paulis-tourenbuch.at

    "Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein, und die Spatzen pfeifen lassen." -Don Bosco-

  • #2
    Das Tourengehen ufert halt schon zum Massensport aus
    Gab ähnliches Problem hier in Salzburg / Gaißau. Seit 2 Tagen aber geräumt damit wenigstens die Hütten noch was verdienen mit den Tourengehern.

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    • #3
      Sicherlich sind die Steigerungsraten im Touren enorm, dies wird sich auch nicht verändern, liegt an den Kosten der Skilifte, dem Wunsch sich sportlich zu betätigen.

      Was ich gerade zu grotesk finde ist auf keinem Werbeprospekt eines Skigebietes siehst keine Bilder von Pulverschneeabfahrten!

      Mit Vertreibung/Verdrängung wird‘s wohl nicht funktionieren
      Ich hab darum immer ne Schaufel im Auto, und meinen Parkplatz Schaufel ich mir nicht nur einmal im Winter frei

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      • #4
        Derzeit kannst dort eine Weile schaufeln; außerdem stellt sich die Frage, ob man einen fremden Parkplatz einfach so ausschaufeln darf. Bezüglich der angerichteten Schäden wären ein paar Bilder informativ (aber nicht von Schäden durch das Wild). Am liebsten wäre es dem Herrn Förster wahrscheinlich, wenn die Tourengeher auf der Wurzeralm bleiben, wo sie schön brav ihre 12 Euro pro Tour zahlen (vielleicht gibt's ja da auch einen Zusammenhang). Seine Worte: "Das ist eine Lenkungsgeschichte. Am Pyhrnpass versuchen wir es über die Reglementierung der Stückzahl", sind ja auch ganz interessant. Im Übrigen kann man sich schwer vorstellen, wo die 200 Autos, die es angeblich an manchen Tagen dort gab, überhaupt Platz haben. Franz

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        • #5
          Wäre ja schön, wenn man am Gaisberg genauso denken würde. Auf der einen Seite soll eine 380kv Leitung gebaut werden, auf der anderen schallt regelmäßig das Brummen des Salzburgrings bis hinauf an die Gaisbergspitze, auf den anderen Seiten rasen die Autofahrer auf der mautfreien Straße bis zum Gipfel, nachts soll es anscheinend öfter mal Autorennen geben. Müll gibts übrigens auch reichlich. Ruhe für die Tierwelt Fehlanzeige. Ja, gut, offtopic.
          http://www.wetteran.de

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          • #6
            Typisch. Man spricht von "unseren Parkplätzen" und das bei den Bundesforsten. Dort steckt aber ja wohl unser aller Steuergeld drin...

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            • #7
              Sehr schade das Vorgehen da der Phyrnpass gerade zu Saisonbeginn immer eine lässige Möglichkeit mit hohem Ausgangspunkt war. Wenn ich aber zurückdenke an die ausufernde Parksituation als wir heuer das eine mal dort unterwegs waren wundert mich der Schritt nicht wirklich. Man hätte es aber definitiv eleganter lösen können.
              Das mit dem Bus als Alternative ist auch mehr ein schlechter Scherz..

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              • #8
                Für mich ist das Vorgehen ist keinster Weise akzeptabel und nachvollziehbar. Zwischen ein paar Parkplätze räumen und alles räumen ist nämlich schon ein Unterschied. Mann könnte 10-20 Parkplätze freimachen und den Rest zu lassen. Die Geschichte von 100-200 Autos ist natürlich ein Blödsinn. Selbst wenn alles geräumt wird haben so viele Autos dort nicht Platz. Wahrscheinlich will man einfach die ganzen Tourengeher auf die Wurzeralm umleiten damit das Mastvieh dort brav zahlt. Heuer ist es mir auch egal weil man aufgrund der guten Schneelage einfach ausweichen kann aber in Winter mit schlechter Schneelage war der Pyhrnpass immer ein gutes Gebiet. Das ganze Pyhrn-Priel Gebiet wird mir leider immer unsympathischer. Aufgrund von diversen Erfahrungen bin ich mittlerweile nicht mal mehr mal zum Alpin-Skifahren dort. Da fahr ich lieber ein paar Kilometer weiter und fühle mich dann willkommener und lass mein Geld lieber dort liegen.

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                • #9
                  Es war heuer einfach das Problem, dass erst ab dem Phyrn – wenn man von Norden kommt - als erstes Schnee gelegen ist. Ist halt mit dem Hengstpass das einzige wo man mit dem Auto bis auf ~1000m rauffahren kann. Deshalb war zum Saisonbeginn dort alles überlaufen, weil es sonst nirgends ging. Jetzt sollte das aber alles kein Thema mehr sein.

                  Das Problem sind vermutlich die, die beim Abfahren den Powder unbedingt auf den Aufforstungsflächen suchen müssen. Die wenigsten die dort parken verhalten sich aber so denke ich mal.

                  Und: wenn man auf die Wurzer nicht die lustigen 15.- zahlen müsste als Tourengeher wäre diese Situation vermutlich gar nicht vorhanden.

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                  • #10
                    Tourismus reagiert: Ein Runder Tisch soll die Wogen am Pyhrnpass glätten

                    SPITAL AM PYHRN. Lösung für Tourengeher-Parkplätze wird Mitte Februar in Spital am Pyhrn ausgearbeitet.

                    Es dauerte nicht einmal 24 Stunden. Am Sonntag kündigte Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin des Pyhrn-Priel-Tourismus, im Gespräch mit den OÖNachrichten an, den offenen Dialog mit allen Beteiligten zu suchen, um die Wogen am Pyhrnpass zu glätten. Gestern Vormittag flatterte bei Alpenverein, Naturfreunden, Straßenmeisterei und Grundstückseigentümern eine Mail in das Postfach. Betreff: "Gesprächsrunde".

                    Wie berichtet, haben die Bundesforste der Straßenmeisterei untersagt, die Parkplätze für Tourengeher am Pyhrnpass zu räumen. Grund sei der "ausufernde Massentourismus" mit Folgen für Wälder und Tiere. Die Kritik der Tourengeher traf neben den Bundesforsten auch den Tourismus. Man fühle sich in der Region nicht mehr willkommen.

                    Kaum Alternativen
                    Mitte Februar wird in Spital am Pyhrn deshalb ein groß angelegter Runder Tisch stattfinden, bei dem auch Themen weit über den Tellerrand der Region hinaus debattiert werden sollen. "Wir sind alle in ein großes System eingebettet und müssen jetzt miteinander und nicht mehr übereinander reden", sagt Schnurpfeil. Auch eine einheitliche Regelung für ganz Oberösterreich sei in Zukunft denkbar.

                    Thomas Poltura, Vorstand des oberösterreichischen Alpenvereins, ist bereit, in dieser Gesprächsrunde Kompromisse einzugehen. "Wir können auf jeden Fall über ausgewiesene Ruhezonen sprechen. Ich werde mich auch nicht gegen neue Beschilderungen wehren. Aber das muss so passieren, dass es für die Sportler auch akzeptabel ist", sagt Poltura. Es sei jedenfalls nicht zielführend, großflächige Verbotszonen zu schaffen.

                    Ob bereits für diesen Winter eine Einigung erzielt werden kann, sei aber fraglich. Darum suchen alpine Vereine gemeinsam mit Tourengehern fieberhaft nach Alternativen. Viele gibt es allerdings nicht. Denn auch der öffentliche Verkehr bleibt am winterlichen Pyhrnpass auf der Strecke. Am Sonntag gibt es im Winter keinen Busverkehr zwischen Spital und Liezen. Am Samstag verkehrt der Bus zwischen Spital und dem Pyhrnpass zweimal (9.33 Uhr und 13.47 Uhr). Retour zum Hauptplatz in Spital geht es nur um 12.39 Uhr.

                    Derzeit werde von der Straßenmeisterei Kirchdorf geprüft, ob das Privatgrundstück von Ewald Ofner, der, wie berichtet, einen Großteil seiner Fläche am Pyhrnpass für Tourengeher zur Verfügung stellen will, wieder geräumt werden darf. "Wir sind aber grundsätzlich immer bereit, der Region zu helfen", sagt Dienststellenleiter Raphael Gittmaier.

                    Erhebliche Lawinengefahr
                    Derzeit ist es für Tourengeher aber ohnehin nicht ratsam, große Schwünge über der Waldgrenze zu ziehen. Die Lawinengefahr ist dort durch starken Wind und Neuschnee wieder auf "erheblich" (Warnstufe 3) angestiegen. Daran wird sich auch in den kommenden Tagen nichts ändern.


                    Quelle: https://www.nachrichten.at/oberoeste...n;art4,3096556
                    Lg, Wolfgang


                    Für mich ist Dankbarkeit ein Weg,
                    der sowohl für den Einzelnen
                    wie für die Welt zukunftsweisend ist.
                    (David Steindl-Rast)

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                    • #11
                      Zitat von tauernfuchs Beitrag anzeigen
                      Typisch. Man spricht von "unseren Parkplätzen" und das bei den Bundesforsten. Dort steckt aber ja wohl unser aller Steuergeld drin...
                      Die Bundesforste haben doch eh recht, es sind unsere Parkplätze!

                      Horst

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                      • #12
                        Vor einigen Jahren gab es noch den Gipsabbau, da fuhren die LKWs rauf u. runter, alles egal. Da wurde die Forststrasse bis zur Jagdhuette Losegg in den Felsen gesprengt, das Abraummaterial einfach in den Wald darunter gekippt, alles egal. Wenn die Jäger mit den Skidoo das Brunnsteinerkar durchpfluegen, egal. Da wird im sensiblen Hochmoor ein Speicherteich ausgebaggert, egal. In Jahrmillionen entstandene Felsstruckturen werden am Frauenkar einfach wegplaniert, egal. Wenn dann in Kürze die Baumaschinen anruecken um Platz für die neue Gondelbahn zu schaffen, die Betonmischer die Forststrasse hochfahren, alles egal. Wenn bis spät in die Nacht die Pistenraupen den Diesel in den Wald pusten, ales egal, daran gewöhnt sich das Wild. Wenn Kahlschlaege nur mehr nackten Fels hinterlassen, alles egal, aber wenn dann die Skitourengeher od. im Sommer die Radler kommen dann wird laut geschrien ...
                        Leute habt ihr noch alle?

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                        • #13

                          ..... Es seien einfach zu viele geworden, sagt Peter Jäger, Leiter des Forstreviers Pyhrn. Mindestens 100, manchmal sogar 200 Autos pro Tag, die an den Hängen von Lahner- und Angerkogel geparkt haben ......
                          Was meint denn der Herr Jäger mit "an den Hängen von Lahner- und Angerkogel geparkt"? Hat der wirklich Ortskenntnisse? Und wo konnten denn da gar die 200 erwähnten Autos bisher parken?
                          Lieber Gott, gib mir die Weisheit, einige Menschen zu verstehen, die Geduld, sie zu ertragen, die Güte, ihnen zu verzeihen, aber bitte gib mir keine Kraft ... denn wenn ich Kraft habe, haue ich ihnen aufs Maul!

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                          • #14
                            Zitat von picobello2 Beitrag anzeigen
                            Vor einigen Jahren gab es noch den Gipsabbau, da fuhren die LKWs rauf u. runter, alles egal. Da wurde die Forststrasse bis zur Jagdhuette Losegg in den Felsen gesprengt, das Abraummaterial einfach in den Wald darunter gekippt, alles egal. Wenn die Jäger mit den Skidoo das Brunnsteinerkar durchpfluegen, egal. Da wird im sensiblen Hochmoor ein Speicherteich ausgebaggert, egal. In Jahrmillionen entstandene Felsstruckturen werden am Frauenkar einfach wegplaniert, egal. Wenn dann in Kürze die Baumaschinen anruecken um Platz für die neue Gondelbahn zu schaffen, die Betonmischer die Forststrasse hochfahren, alles egal. Wenn bis spät in die Nacht die Pistenraupen den Diesel in den Wald pusten, ales egal, daran gewöhnt sich das Wild. Wenn Kahlschlaege nur mehr nackten Fels hinterlassen, alles egal, aber wenn dann die Skitourengeher od. im Sommer die Radler kommen dann wird laut geschrien ...
                            Nur wird von vielen Vertretern der Jägerschaft und der Wirtschaft gerne derart argumentiert, dass auf Grund der bereits bestehenden hohen Belastungen (die ja alle scheinbar unveränderbar sind) die Skitourengeher, Wanderer und Radlfahrer eine nicht mehr vertretbare zusätzliche Belastung darstellen.
                            Steil find ich ja wenn in den großen Skigebieten argumentiert wird, dass die Forststraßen im Sommer nicht von den Radfahrern genutzt werden dürfen, weil das Wild durch den Skibetrieb im Winter so gelitten hat. Wenn dann aber ein kostenpflichtiger Bikepark (z.B. Saalbach Hinterglemm) eingerichtet wird, dann dürfen die Radler wieder durch den Wald brettern.

                            Im Endeffekt gehts leider oft ums Geld. Was kein Geld einbringt wird nach Möglichkeit ausgesperrt.

                            Aber da gleite ich jetzt in die Diskussion zum Wegerecht ab.

                            Zitat von picobello2 Beitrag anzeigen
                            Leute habt ihr noch alle?
                            Ich würde hier nicht alle in einen Topf werfen!

                            LG. Martin
                            Alle meine Beiträge im Tourenforum

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von waldrauschen Beitrag anzeigen

                              Im Endeffekt gehts leider oft ums Geld. Was kein Geld einbringt wird nach Möglichkeit ausgesperrt.


                              LG. Martin
                              Das könnte tatsächlich mit ein Grund sein.
                              Wobei es schon so Schlaumeier gibt, die im Wald Slalom runterfahren,jeder seine eigene Spur ziehen will, und damit qasi durchs Wohnzimmer der Wildtiere. Kein Wunder wenn das Wild dann fluchtartig vor den heranzischenden Abfahrern flüchtet Oft genug posten die dann ihre Dummheit sogar in Facebook damit andere den Blödsinn nachmachen. Das wäre natürlich ein Grund, warum man Gebiete vor solchen Leuten verschonen will. Die sollen eher auf Pisten fahren, dort ist es schon egal. Da sind Wanderer und Schneeschuhgeher wahrscheinlich zwar auch eine Beeinträchtigung, aber die kommen halt im Schritttempo näher und wirken nicht so bedrohlich wie bergabfahrende die schnell und leise daherkommen.
                              Daher ist es schon richtig gewisse Bereiche mit einem Tabu zu versehen, damit die Leute nicht auf allen Seiten abfahren, damit das Wild sich zumindest auf eine Seite des Berges zurückziehen kann.
                              Dennoch glaub ich auch, das die Tourismusverantwortlichen (oder die Skigebietsbetreiber) schon ein Interesse haben, zahlende Gäste zu haben - und eher nicht gratisparkende Leute, die nichts konsumieren, usw. Sogesehen ist der Verdacht von Martin wahrscheinlich schon richtig.

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