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Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

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  • Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

    Liebe Freunde der alten vergessenen Wege.
    Den ersten schönen Tag nach langem habe ich dazu genutzt, um wieder einen weißen Flecken auf meiner persönlichen Landkarte zu beseitigen. Es handelt sich um den Aufstieg über die Schliefering in den Sattel zwischen Hainboden und Spielmannkogel. In meiner alten Amap ist zwar die Hainbodenstraße noch nicht eingezeichnet, dafür aber die alten Wege einigermaßen richtig.

    map.jpg

    Hinter diesem Haus gegenüber der Singerin sollte der Steig beginnen.

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    Dort zweigt auch ein Güterweg von der Höllentalstraße ab, der in einigen kurzen Kehren den Hang in die richtige Richtung hochzieht.

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    Bei dieser, sicher nicht für Wanderer angebrachten Markierung, ist der Weg aber zu Ende.

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    Da es in diesem Bereich den alten Steig wahrscheinlich nicht mehr gibt, steige ich durch diese gut gangbare Schneise hoch.

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    Oben wird es freier und es ergibt sich ein hübscher Blick auf den Schneeberg.

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    Laut Karte sollte jetzt ein Steiglein fast horizontal in den Graben nach links hinüber ziehen. Stattdessen finde ich eine häßliche Forststraße vor. Ich habe keine Lust, die Straße weiterzugehen, noch dazu abwärts, und entschließe mich weglos weiter aufzusteigen, um den von Naßwald herüber kommenden Steig zu erreichen.

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    Noch ein Blick zum Schneeberg, ehe ich den gut gangbaren Rücken weiter empor steige.

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    Und dann stoße ich auf den alten Steig, der sich zu meiner Überraschung in einem ausgezeichneten Zustand befindet. Es ist nicht bloß ein ausgetretener Jagdsteig, sondern ein durch Steine befestigter angelegter Weg.

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    Auf diesem geht es jetzt horizontal in den Graben hinüber, dort aber, wie richtig in der Karte eingezeichnet, im kurzen Zick-Zack hinunter, um den Felsen auf der anderen Grabenseite auszuweichen. Bald geht es wieder auf recht gut erkennbarem Weg aus dem Graben heraus.

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    Nicht immer ist jetzt der Weg gut zu finden, aber man ahnt, wo es etwa weitergeht, und dann ist der Weg auf einmal wieder da.

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    Dieser Absatz befindet sich, genau wie in der Karte eingezeichnet, auf dem Rücken, der jenseit steil in den Bärengraben abbricht.

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    Mit einer markanten Richtungsänderung geht es jetzt rechts haltend empor über ein kleines harmloses Felsgratl.

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    In einer Schleife von links nach rechts erreiche ich den Sattel zwischen Spielmannkogel und Hainboden und damit wieder bekanntes Terrain. Der Jagdsteig, der in die Flanke des Nagelegrabens und zum Durchschlupf zwischen den Felsen leitet ist problemlos zu finden. Außerdem kenne ich das Wegerl schon.

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    Von oberhalb des ganz extrem auf einen Felsen errichteten Hochstands schaue ich noch zum Spielmannkogel zurück, bevor ich auf die Hainbodenautobahn aussteige.

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    --- Fortsetzung folgt ---
    LG Rudolf
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    Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit,
    die wir nicht nutzen. (Seneca)

  • #2
    AW: Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

    Großer und Kleiner Sonnleitstein sind die beherrschenden Gipfel im Westen.

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    Nach einem kurzen Stück Autobahn biege ich zwecks Mittagspause zu dieser Raststation ab.

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    Anschließend geht es noch ein weilchen auf der Hainbodenstraße (immer noch nicht asphaltiert!!) dahin. Ein gütiger Gott schiebt eine Quellwolke vor die Sonne, so dass es nicht gar so heiß ist.

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    Wenn man die richtige Ausfahrt erwischt, kommt man auf diesen wunderschön erhaltenen Weg, der südseitig den Studierkogel umrundet.

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    Nachdem ich heute auf keinen der höheren Raxgipfel will, besteige ich den Studierkogel. Na ja, ich war schon auf beeindruckenderen Gipfeln.

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    Nach kurzem Abstieg komme ich zur Lochhütte.

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    Ich verabschiede mich vom Großen Sonnleitstein und begebe mich auf den Marsch über die nahezu horizontale Forststraße in den innersten Winkel des Großen Kesselgrabens. (Immer noch im Schatten!)

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    Jetzt dominiert wieder der Schneeberg die Aussicht.

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    Und von hier an ging 's bergab.

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    ---Fortsetzung folgt---
    LG Rudolf
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    • #3
      AW: Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

      Den Großen Kesselgraben bin ich auch noch nie hinuntergegangen, nur vor etwa 50 Jahren mit Schiern abgefahren, als ich noch keine Bogen fahren konnte.

      Der Graben zeigt sich zunächst als flaches grünes Tal.

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      Das bleibt auch eine Weile so, nur die Hänge werden höher und felsiger.

      100_3054.JPG

      Dann komme ich zu einer Verengung, wo die Felsen so nahe aneinander rücken, dass nur mehr das Steiglein Platz hat.

      100_3055.JPG

      Nach der nächsten Grabenbiegung taucht auf der orographisch rechten Seite ein steiler Felsgrat auf. Der sieht nicht gerade einfach aus. Ob es schon Ersteigungsversuche gab? Ist halt ein Bisschen abgelegen für die Kletterer.

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      Nach den letzten Regenfällen ist vom Weg hier nicht viel übrig geblieben.

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      Hinter diesen Felsen biegt der Graben nach rechts um.

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      Jetzt folgen interessante Felsbildungen auf der linken Seite. Erst dachte ich, dass in diesem Bereich die Romantikerpromenade und der Hainbodenpfad hinaufführen. Die beschrifteten Steine bei den Zustiegen habe ich jedoch nicht gefunden. (...obwohl ich den Hainbodenpfad schon kenne ) Ich war wohl noch viel zu hoch oben im Graben.

      100_3059.JPG

      Ist das der Eingang zum Klobengraben? Ich denke schon, denn sonst zweigt da rechts kein Graben ab.

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      Mein Weitblick hat mich wieder einmal vom kilometerlangen Straßenhatscher zur Singerin bewahrt, auch wenn diesmal eine lästige Steigung drinnen war - unangenehm, wenn man nach der Tour die Knie schon spürt.

      100_3061.JPG
      LG Rudolf
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      • #4
        AW: Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

        Interessant, deine Tour auf der Karte nachzuvollziehen. Es gibt doch noch etwas zu entdecken.
        Auf meiner BEV-Karte von 2008 ist die Hainboden-Straße auch nicht eingezeichnet, sie endet nördl. eines unbenannten Gipfels (1369, nordöstl. des Studierkogels).

        LG, Toni

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        • #5
          AW: Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

          Immer wieder interessant, solche alten Steige zu entdecken.
          Über die Schliefering möchte ich auch einmal gehen. Wobei es ja auch die Möglichkeit gibt, direkt über den Kamm auf den Spielmannkogel zu steigen.


          Zitat von Rudolf_48 Beitrag anzeigen
          Dann komme ich zu einer Verengung, wo die Felsen so nahe aneinander rücken, dass nur mehr das Steiglein Platz hat.
          Das ist das berühmte Gatterl, einstmals die gefürchtete Schlüsselstelle der Kesselgraben-Abfahrt.

          Zitat von Rudolf_48 Beitrag anzeigen
          Ist das der Eingang zum Klobengraben? Ich denke schon, denn sonst zweigt da rechts kein Graben ab.
          Ja, da geht's rein. Zu dieser Jahreszeit ein fürchterlicher Dschungel.

          LG maxrax

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          • #6
            AW: Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

            Zitat von maxrax Beitrag anzeigen
            Wobei es ja auch die Möglichkeit gibt, direkt über den Kamm auf den Spielmannkogel zu steigen.
            Wild rauf kann man ja fast überall gehen. Nachzusehen, ob es den alten Weg noch gibt, war das Interessante.

            Zitat von maxrax Beitrag anzeigen
            Das ist das berühmte Gatterl, einstmals die gefürchtete Schlüsselstelle der Kesselgraben-Abfahrt.
            Ja, Augen zu und Schuss durch. Daran kann ich mich noch erinnern. Und nachher wieder Schneepflug, denn das Schwingen war damals nur etwas für Könner.
            LG Rudolf
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            Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit,
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            • #7
              AW: Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

              Da das der letzte Bericht aus dieser Gegend ist, hänge ich mich da mal dran.

              Es gibt eine direkte Verbindung aus dem Kesselgraben zum Schütterboden:
              Die Jägermauern werden von einem steilen Graben geteilt; dieser vermittelt den Durchstieg.
              Gestern hab ich mir das angeschaut.


              Der Einstieg ist knapp vor dem Gatterl, der Engstelle des Kesselgrabens, auf ca. 1170m.

              00.jpg


              In den Graben quert man hinein auf ein kleines Schuttfeld, dann hab ich mich eher rechts gehalten, da geht's im Wald leichter.

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              Das Geröll kommt aus einer Seitenrinne von rechts oben, der grüne Graben geht aber links hinauf.

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              Er ist ziemlich gemüsig, weist aber außer dem einen querliegenden Baum keine Hindernisse auf.

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              So geht's weiter. Ganz links hab ich eine Steigspur gefunden, die ich bis oben verfolgt habe.

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              Eine Grabenteilung: hier der linke Ast, der aber unberührt bleibt

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              Die Steigspur führt nämlich in den rechten Einschnitt.

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              Bald verflacht der Graben, die Spur wendet sich links auf einen Riegel hinauf.
              Dort hab ich sie dann verloren, aber nach kurzem Kampf mit dichten Nadelbäumen das Ende einer Forststraße erreicht.

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              Ich bin noch ein Stück weglos Richtung Süden gegangen, wo man vom oberen Rand der Jägermauern einen schönen Blick auf Weiße Wand und Schneekogel hat.

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              Dann zurück und auf der Forststraße zur Lochhütte.

              Fazit: Ein gar nicht so schlechter Abkürzer aus dem Kesselgraben zur Lochhütte, der dank der Steigspur weniger mühsam ist, als es zu Beginn ausschaut.
              Von oben ist er allerdings vermutlich nicht ganz leicht zu finden.


              Eine andere Möglichkeit, um aus dem Kesselgraben zur Hainboden-Forststraße zu gelangen, könnte der Graben nach dem zweiten Knie sein (beim 1. "s" von Kesselgraben).
              Der wäre vielleicht auch einmal eine Erkundung wert...

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              Übrigens: im Kesselgraben wimmelt es nur so von Zecken!

              Kommentar


              • #8
                AW: Schliefering - Studierkogel - Kesselgraben (6.6.2014)

                Zitat von maxrax Beitrag anzeigen

                Übrigens: im Kesselgraben wimmelt es nur so von Zecken!
                Da hatte ich vor kurzem ja Glück - auch Zecken wirke ich normal anziehen und trotz des Dschungelfeelings da im unteren Graben hab ich keine von den Zecken mitgenommen :-)

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